Eishockey
Kommentar: Adler Mannheim müssen Fans ein gutes Produkt anbieten
Es ist praktisch, aber im Fall des Scheiterns auch tückisch, wenn zwei Saisonziele einer Profisportmannschaft aufeinander aufbauen. Es liegt auf der Hand, dass die Adler Mannheim nach einer verkorksten Punktrunde und dem Aus im Halbfinale es nun besser machen wollen und müssen. Gelingt dies, ist auch Ziel zwei realistisch: die Kundenerhaltung und ihre Rückgewinnung, wie es Geschäftsführer Matthias Binder nennt.
Einiges bleibt unplanbar
Anders ausgedrückt: Die Adler wollen wieder mehr auf ihre Fans zugehen, vor allem auf jene, die sie – zum Großteil natürlich unverschuldet in bereits zwei Corona-Spielzeiten – verloren haben, jedenfalls als physisch anwesende Gäste in der zuletzt im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie nur noch zur Hälfte gefüllten SAP-Arena. Natürlich: Ob der Herbst und der Winter erneut einschneidende coronabedingte Maßnahmen bringt oder ob viele Menschen einfach vorsichtig bleiben und sich – verständlicherweise – nur ungern großen Menschenmassen unterm Hallendach aussetzen, können die Adler nicht beeinflussen.
Mehr Kontakt zulassen
Aber mit ihrem ersten Fan-Forum ist ein weiterer Schritt getan, wieder mehr Kontakt zwischen Klub und Anhängern herzustellen und dauerhaft zuzulassen. Klar ist dennoch: Die größte Anziehungskraft entwickelt ein attraktives Produkt, sprich eine gute und erfolgreiche Mannschaft. Kernfrage dabei: Kann Trainer-Altmeister Bill Stewart (64) nochmal mehr sein als Feuerwehrmann und Stimmungsaufheller?
