Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Klatsche für Meister Grün-Weiss zum Abschluss

Grün-Weiss feiert in München.
Grün-Weiss feiert in München.

Grün-Weiss Mannheim verlor zum Abschluss der Bundesliga-Saison 0:6 beim TC Großhesselohe. Drei Akteure kamen am Sonntag erstmals beim Champion zum Einsatz in dieser Spielzeit. Am Freitagabend gab es eine tolle Feier.

„Das war kein Spiel mehr, das wir gewinnen konnten. Wir haben achtmal all unsere Energie auf dem Platz gelassen. Das letzte Mal am Freitag. Unsere Spieler waren einfach k. o.“, resümierte Teamchef Gerald Marzenell die Partie in München.

Drei Debütanten im Einsatz

Und es war ja auch so, dass Grün-Weiss nicht die besten Spieler im Einzel aufbot. Jeremy Jahn kam erstmals zum Einsatz, im Doppel feierte das Duo Andreas Beck/Cedric Holzmann ebenfalls seine Saisonpremiere. An dem exzellenten Saisoneindruck ändert diese Klatsche natürlich nichts. „Es war eine gigantische Saison. Wir haben drei Spieler spielen lassen, die überhaupt noch nicht gespielt haben. Einfach, damit jeder mal dabei war. Darum ging es heute.“ Marzenell hob hervor: „In 41 Jahren, die ich jetzt dabei sein darf, war das eines der schönsten Jahre, die ich erlebt habe. Es gab noch nie eine Mannschaft, die Spieltag für Spieltag so viel Energie auf den Platz gebracht hat.“

Zu sehen war das gerade im Spitzenspiel gegen Badwerk Gladbacher HTC oder am Freitag gegen den Rochusclub Düsseldorf. Weil Grün-Weiss den Titel nach 2018 und 2019 erneut holte, darf der Mannheimer Klub den Pokal behalten. In der nächsten Saison gibt es einen neuen. Nun stehen schon neun Meisterschaften für Grün-Weiss zu Buche.

Jeremy Jahn freut sich über Spielzeit

Jeremy Jahn war so ein Späteinsteiger gestern. „Ich war lange raus wegen meiner Rücken-Operation. Jedes Match, das ich bekomme, tut mir gut in meiner Verfassung“, sagte Jahn.

Rückblende. Freitagabend. Nach dem 4:2-Sieg gegen den Rochusclub Düsseldorf und dem Patzer des TC Großhesselohe begannen sofort die Feierlichkeiten auf der Anlage am Neckarplatt. Der Champion feierte lange und ausgiebig. Am Samstag nach 13 Uhr machte sich das Team, besser: die verschworene Einheit, auf den Weg nach München.

Lange Feier am Freitag

Kurz nach 22 Uhr am Freitagabend gab Gerald Marzenells Handy auf, der Akku war leer. Die letzten der vielen Glückwünsche kam von Alexander Legsding, Teamchef von Kurhaus Aachen. Gerald Marzenell antwortete sofort: „Ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen.“ Kurhaus Aachen raubte dem TC Großhesselohe mit dem Sieg alle Titelchancen. „Ab einem bestimmten Zeitpunkt bekam die Saison wieder eine Eigendynamik“, sagte Trainer Daniel Steinbrenner. „Wir haben wieder vieles richtig gemacht.“ Steinbrenner pries die Spanier Pedro Martinez und Bernabe Zapata. „Mit den beiden war das der perfekte Übergang, nachdem Björn Phau seine Karriereende beendet hat.“ Und Thomas Seiler, der Vorsitzende, meinte: „Ohne die Zuschauer hätten wir das nicht geschafft.“

Köln steigt ab

Zweiter Absteiger nach Team Hämmerling TuS Sennelager ist der Kölner THC Rot-Weiß. Vier Mannschaften haben 7:11 Punkte! Aufsteiger in die Bundesliga sind der BASF TC Ludwigshafen und der TC Bredeney. BASF-TC-Präsident Frank Stauder schaute am Freitag mal wieder bei Grün-Weiss vorbei, um sich Eindrücke von einem Bundesliga-Spieltag zu verschaffen. Die Vorbereitung hat begonnen.

So spielten sie

Einzel: Philipp Kohlschreiber - Radu Albot 7:5, 6:3, Francisco Gerundolo - Maximilian Marterer 6:3, 6:1, Kamil Majchrzak - Julian Lenz 7:6 (7:5), 6:3, Peter Gojowczyk - Jeremy Jahn 6:3, 6:1

Doppel: Cerundolo/Melzer - Martinez/Zapata 6:2, 6:1, Gojowczy/Bachinger - Cerundolo/Jürgen Melzer - Andreas Beck/Cedric Holzmann 6:1, 6:2

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