Sport Keine Zeit zum Jammern

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BOCHUM. Pokal-Aus in Runde zwei am Dienstag beim VfL Bochum in einem wenig berauschenden Fußballspiel nach zuletzt zwei Niederlagen in der Zweiten Liga: Der 1. FC Kaiserslautern steht beim Heimauftritt morgen (18.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld unter Druck. Der Tabellenkeller ist nicht mehr fern.

Der Gang zu den mitgereisten Anhängern in die Kurve war wieder mal kein angenehmer für die offensiv erneut erschreckend harmlosen Roten Teufel. Während die Bochumer ihre Freude über den 1:0 (0:0)-Sieg in der DFB-Pokal-Zweitrundenpartie mit dem einschlägigen Sing- und Tanzspielchen „So geh’n die Bochumer ...“ auslebten, mussten sich die Lauterer auspfeifen lassen. „Wir woll’n euch kämpfen sehen“, skandierten die Fans im Gästeblock. „Klar, es gab Pfiffe. Das ist auch verständlich. Trotz allem – wir haben gekämpft“, sagte FCK-Torwart Marius Müller. Eine bedenklich stimmende Erkenntnis. Am Kampfes- und Einsatzwillen lag es am Dienstagabend tatsächlich ganz bestimmt nicht; allein, es fehlten die Mittel. Kreativ, spielerisch, offensiv? Mit erfrischenden Elementen konnten die Roten Teufel wie schon am Samstag in der Liga beim trostlosen 0:2 in Karlsruhe nicht wirklich dienen. Selbst der Reflex des ungestümen Anrennens kam zu spät. Nach Chris Löwes unglücklichem Kopfball-Eigentor (67.), das zum entscheidenden Treffer des Abends wurde, häuften sich die FCK-Versuche, das 1:1 zu erzielen, erst in den letzten Minuten. Schließlich aber blieb das Unterfangen Torschuss unbelohnt. „Wir haben aber auch kein Glück, dass im letzten Moment mal ein abgefälschter Ball reinrutscht. Stattdessen trifft es uns mit den Eigentoren“, klagte Torwart Müller. Allerdings waren die Lauterer, bei denen auch vom Mittelfeld viel zu wenig Torgefahr ausgeht, am Ende nur nah am Ausgleich, weil Müller zuvor mehrmals glänzend einen weiteren VfL-Treffer verhinderte. 0:1 in Sandhausen (Eigentor Stipe Vucur), 0:2 in Karlsruhe, 0:1 in Bochum (Eigentor Löwe). „Wenn du drei Spiele hintereinander kein Tor schießt, hast du als Stürmer keine Argumente“, konstatierte FCK-Trainer Konrad Fünfstück, der nach den zwei Siegen zu seinem Einstand längst ernüchtert ist. Erneut wirkten die jungen Antonio Colak und Kacper Przybylko im Angriff überfordert. Der FCK ist als Elfter im grauen Zweitliga-Mittelmaß angekommen. „Wir müssen die letzten drei Spiele jetzt so schnell wie möglich vergessen“, betonte Torwart Müller. „Die Mannschaft hat defensiv viel investiert“, sagte Trainer Fünfstück, „nach vorne hatten wir zu wenig Durchschlagskraft.“ „Die Enttäuschung ist groß“, sagte der unglückliche Eigentorschütze Löwe, ansonsten mit Markus Karl einer der auch nach vorne Aktivsten. Einen echten Stimmungsaufheller würde nur eine neue kleine Siegesserie bringen. „Erst mal geht es jetzt um schnelle Regeneration“, sagte Fünfstück, den seine Offensive im Herbstnebel stehen lässt. „Es heißt, vor dem Spiel gegen Bielefeld wieder aufzustehen.“ Damit sich die ohnehin schon frustrierten FCK-Fans nach der Partie nicht wieder die Enttäuschung von der Seele schreien müssen – und die Spieler nicht wieder wie geprügelte Hunde vor die Kurve zu trotten haben.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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