Fußball
Joker schießt Arminia Ludwigshafen zum Sieg gegen Morlautern
Die Gäste waren sauer auf Schiedsrichter Nicolas Scherer (Homburg). Der hatte fünf Minuten nach dem Seitenwechsel Maximilian Riehmer nach seinem rüden Einsatz gegen Nathaniel Esslinger mit einer roten Karte in die Kabine geschickt. In der folgenden Überzahl taten sich die Gastgeber gegen die nun noch tiefer stehenden Gäste zunächst schwer, ehe Ricardo Antonaci die zündende Idee hatte, den eingewechselten Maier bediente, der zum 1:0 traf (75.). „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir die richtige Durchschlagskraft im letzten Drittel entwickelt haben“, so Arminia-Trainer Chorrosch selbstkritisch, aber glücklich, denn Maier traf, wenn auch mit etwas Glück, fünf Minuten vor dem Ende noch zur Entscheidung.
Gerechtes Unentchieden zur Halbzeit
Im ersten Durchgang hatten sich beide Mannschaften noch gegenseitig neutralisiert, wenn auch mit deutlichen spielerischen Vorteilen für das Kurzpassspiel der Gastgeber. Morlautern lauerte hingegen auf Fehler. Und die kamen. Nach einer weitestgehend ereignislosen Anfangsviertelstunde prüfte Bobby Edet Robin Schneider im Arminia Tor mit einem allerdings noch harmlosen Fernschuss (16.) – der erste Torschuss des Spiels. Eine Viertelstunde später wurde es schon deutlich gefährlicher. Lukas Kebernik ließ sich vom Pressing der Gäste übertölpeln und Edet lief aus 20 Metern allein auf Schneider zu, hatte sogar noch zwei Nebenleute an der Seite, aber er entschied sich für den Abschluss und scheiterte an Schneider (31.). „Das war mit Abstand die beste Chance des Spiels. Da müssen wir in Führung gehen“, haderte Gästetrainer Daniel Graf. Trotzdem ging das Remis zur Pause in Ordnung, denn auch die Rheingönheimer verzeichneten fast im Gegenzug eine echte Hundertprozentige. Ricardo Antonaci scheiterte per Kopf aus kürzester Distanz an SV-Torhüter Bakary Sanyang (32.)
„Über das gesamte Spiel haben wir verdient gewonnen“, resümierte Chorrosch deshalb und freute sich über die drei Punkte und auch für den eingewechselten Doppeltorschützen. „Solche Spiele wollen wir von Noah sehen.“