FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Investorenfrage: Nächste Woche wichtige Weichenstellung beim FCK

Zwischen Anwälten, Investoren und Gläubigern: FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.
Zwischen Anwälten, Investoren und Gläubigern: FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

Eine bedeutende Entscheidung für die Zukunft des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern wird im Laufe der kommenden Woche erwartet. Welche Investorengruppe gibt dem chronisch klammen FCK die nötige Eigenkapital-Einlage in Millionenhöhe?

Im Rennen sind im Investorenprozess des vorläufigen Eigenverwaltungs-Insolvenzverfahrens der Profifußball-Kapitalgesellschaft des FCK (KGaA) zwei Parteien. Beide Gruppen haben sich am Montag in einer mehr als fünfstündigen Sitzung dem maßgeblichen Gläubigerausschuss präsentiert: der Zusammenschluss „regionaler Investoren“, der durch den Mit-Geschäftsführer von Dr. Theiss Naturwaren (Homburg), Giuseppe Nardi, persönlich vertreten war, und die Gruppe um einen deutschen Geschäftsmann aus Dubai, deren Gesandter per Internet zugeschaltet war. Die „Dubai“-Gruppe ins Spiel gebracht hatte Professor Jörg Wilhelm, der Aufsichtsratsvorsitzende der FCK KGaA.

Gläubigerausschuss entscheidet per Abstimmung

Per Abstimmung entscheiden wird im Laufe nächster Woche letztlich der Gläubigerausschuss. Bis 31. Juli, bis kommenden Freitag also, soll die Großinvestoren-Frage im vorläufigen Insolvenzverfahren geklärt sein.

„Das Beste für den Klub ist in der Regel auch das Beste für die Gläubiger“, sagt der vom Amtsgericht Kaiserslautern bestellte Insolvenz-Sachwalter, der promovierte Jurist Andreas Kleinschmidt. Ganz entscheidend ist die Fortführungsprognose für das Unternehmen, den mit rund 20 Millionen Euro verschuldeten FCK.

Gläubiger an Profifußball am „Betze“ interessiert

Und neben den Investoren sind auch wichtige, im Ausschuss vertretene Gläubiger wie Vermarkter Lagardère und Fußballfinanzierer Quattrex daran interessiert, dass es beim FCK weiter Profifußball gibt, und das möglichst erfolgreich.

So sieht FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt der Abstimmung der Gläubiger im Laufe der kommenden Woche, die für die Zukunft des FCK sehr wichtig ist, positiv entgegen.

Die bislang öffentlich nicht sichtbare „Dubai“-Gruppe bietet weniger als die zunächst kolportierten 20 Millionen Euro, will dafür die Mehrheit der FCK-Aktien.

Dr.-Theiss-Gruppe erneuert Trikotbrust-Angebot

Der „regionale“ Ansatz ist ein anderer: Ein Großteil der neuen, alten „Regionalen“, meist langjährige Partner des Klubs, hat schon im April 2019 mit jeweils 125.000-Euro-FCK-Aktienpaketen einen Anfang gemacht. Auch haben die regionalen Investoren bereits 2019 avisiert, ihr Engagement deutlich zu erhöhen. Hinzu kam Ende 2019/Anfang 2020 das Angebot Nardis, Harald Layenberger für jährlich 800.000 Euro für drei Jahre als Trikotbrustsponsor abzulösen. Das ist deutlich mehr als das Doppelte von Layenbergers Engagement. Die neue FCK-Führung und die „Regionalen“ kamen sich lange nicht entscheidend näher, auch wegen der Corona-Pandemie. Nun lebt das Hauptsponsoren-Angebot wieder auf – zusätzlich zu den zunächst rund acht Millionen Euro. So viel will die „regionale Gruppe“ für 25 Prozent der Anteile als FCK-Eigenkapital einbringen auf Basis eines Unternehmenswertes von 33 Millionen Euro.

Wird Becca später doch noch zum Investor?

Dennoch bräuchte der FCK für eine gesicherte Zukunft dann weiteres Eigenkapital, das andere Investoren stellen könnten. Womöglich auch der Luxemburger Flavio Becca.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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