Handball RHEINPFALZ Plus Artikel In den Kader der Eulen Ludwigshafen kommt Bewegung

Alexander Falk bleibt den Eulen treu.
Alexander Falk bleibt den Eulen treu.

Das Personalkarussell bei den Eulen Ludwigshafen für die neue Saison der Zweiten Handball-Bundesliga ist in Bewegung gekommen.

Eigengewächs und Identifikationsfigur Alexander Falk (26) hat in dieser Woche seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Dafür verlassen zum Saisonende Rückraumspieler Jannek Klein und Kreisläufer Tom Bergner den Klub.

Trainer Johannes Wohlrab sieht die Entscheidungen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich freue mich für Alex und unsere Mannschaft, dass er als einer der besten Rechtsaußen der Liga weiter hier am Ball ist. Mit Jannek und Tom hätte ich auch gerne weitergearbeitet. Die beiden verlassen uns aus den unterschiedlichsten Gründen, was zu respektieren ist.“

Kleins Weggang tut weh

Gerade die Personalie Jannek Klein (24) dürfte sportlich gesehen wehtun. Vor fünf Jahren kam der gebürtige Rendsburger von der zweiten Mannschaft des FC Barcelona in den Bundesligakader von Ben Matschke. Der Linkshänder reifte in dieser Zeit zum Leistungsträger und Torjäger seiner Mannschaft. Jetzt machte der Rechtshänder, der in den bisherigen 19 Saisonspielen 85 Tore warf und 61 Treffer vorbereitete, von einem Optionsrecht für einen Wechsel zu einem Erstligisten Gebrauch.

„Ich habe mich hier immer wohl gefühlt, suche als junger Mensch und Handballer gerne neue Herausforderungen. Die Erste Liga ist ein reizvolles Ziel“, erklärte Klein. Wohin die Reise genau geht, wollte der Co-Kapitän der Eulen noch nicht preisgeben.

Der auf Leihbasis vom Bundesligisten Bergischen HC gekommene Kreisläufer Tom Bergner (23) hat eine andere Offerte vorgezogen. Dabei hätten die Eulen Interesse an einem längeren Engagement des Abwehrhünen gehabt.

Falk und sein Traum

Schon immer Interesse an „seinen Eulen“, früher noch die TSG Friesenheim, hatte der seit den Minis für den Verein spielende Alexander Falk. Unvergessen sind für den flinken, heimatverbundenen Rechtsaußen die vier Spielzeiten in der Handball-Bundesliga. „Am liebsten würde ich da oben noch einmal gegen die Besten spielen. Leider hinken wir aktuell unseren Saisonziel und eigenem Anspruch hinterher. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns am Ende im oberen Tabellendrittel wiederfinden werden“, sagte Falk. „Wir wissen um unsere Fehler, speziell im Deckungsverhalten, wollen diese unbedingt so gut es geht abstellen“, hofft der Linkshänder auf Erfolgserlebnisse nach der Winterpause.

Nach den zwei bekannten Abgängen müssen sich Geschäftsführerin Lisa Heßler und ihr Team rechtzeitig Gedanken um Ersatz machen. „Die Verlängerung mit Alex hatte Priorität und war uns sehr wichtig. Er ist nicht nur ein Gesicht der Eulen, der für unsere Vereinsphilosophie steht. Er hat sich durch Topleistungen in der Saison mit einer sehr Quote das auch verdient“, lobt die „Chefin“ den Publikumsliebling.

Klein und Bergner muss Heßler dagegen ziehen lassen. „Jannek und Tom konnten wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht halten. Diese Veränderungen gehören zum Sport dazu. Wir suchen bestmöglich nach adäquatem Ersatz, der nach unseren Möglichkeiten auch darstellbar ist“, sagte sie.

Die Eulen nutzen dieses Wochenende zu einem Kurztrainingslager in Mittelhessen, der Heimat von Trainer Wohlrab. Trainingseinheiten mit vielen Einzelgesprächen sowie ein Spiel beim Oberligisten SG Kleenheim stehen auf dem Programm.

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