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Handball: Rhein-Neckar Löwen siegen 29:28 in Leipzig
Die Rhein-Neckar Löwen machten es unnötig spannend, behielten am Ende aber die Nerven und gewannen beim SC DHfK Leipzig 29:28 (15:16). Durch den wichtigen Sieg hielten sie einen direkten Konkurrenten in der Handball-Bundesliga auf Distanz.
Es scheint, als hätten die Rhein-Neckar Löwen eine Drama-Abo, denn zum fünften Mal hintereinander (!) entschied sich eine Partie der Mannschaft von Kristjan Andresson erst mit dem letzten Wurf. Immerhin: Wie eine Woche zuvor gegen den THW Kiel gab es ein positives Ende für die Löwen, die deshalb in der Tabelle auf den vierten Rang kletterten.
„Lexi macht das mit einer riesigen Einzelleistung zum Schluss“, lobte Andy Schmid seinen Kollegen Alexander Petersson. Der hatte knapp 20 Sekunden vor dem Ende mit einer Energieleistung das 29:28 für die Löwen geworfen und damit einen Teil zum Sieg beigesteuert. Der zweite Teil kam von der Löwen-Deckung, denn Ilija Abutovic blockte den finalen Wurf von Marko Mamic. „Das ist dann nicht nur Glück, sondern auch Qualität“, sagte Patrick Groetzki mit Blick auf die letzten 60 Sekunden einer Begegnung, die aus Löwen-Sicht eigentlich nicht so dramatisch hätte verlaufen müssen.
Elf Minuten vor dem Ende war die Partie beim 26:21 für die Badener grundsätzlich schon entschieden – doch bei den Löwen gelten in dieser Saison offensichtlich keine Grundsätze mehr. Nachdem Andy Schmid, Mads Mensah und Alexander Petersson im Angriff in der zweiten Hälfte 20 Minuten nahezu perfekt gespielt hatten, schlichen sich plötzlich wieder Fehler ein, und die nutzten die Leipziger, um noch einmal heranzukommen.
Mads Mensah vor Wechsel nach Flensburg
„Ich hätte es lieber anders, ich würde gerne mal souveräner gewinnen“, sagte Mensah. Der Däne zeigte wie schon in den vergangenen Wochen eine starke Leistung, so dass es für die Badener schmerzhaft sein dürfte, dass er kurz vor einem Wechsel zur SG Flensburg-Handewitt steht. Mensahs Vertrag läuft am Saisonende aus – und nach Informationen der RHEINPFALZ ist ein Wechsel zum Rivalen nach Flensburg wahrscheinlich. Gestern war der 28-Jährige aber noch ein wichtiger Faktor für den Sieg der Löwen.
Nach den ersten 30 Minuten war der Blick auf die Anzeigetafel der einzige positive Aspekt, denn dort prangte ein 16:15 für den SC DHfK. Nur 15:16 aus Sicht der Löwen, die schnell 0:3 in Rückstand geraten waren und fortan stetig einem Rückstand hinterherliefen. Weil Andreas Palicka erst in der 24. Minute die erste Torhüterparade für die Badener gelang, war der Vier-Tore-Rückstand beim 11:15 (25.) folgerichtig – und verdient. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kamen die Löwen näher heran, und retteten sich dadurch eine realistische Chance auf den Auswärtssieg.
SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm (ab 54.) – Semper (3), Janke (3), Weber (4) – Wiesmach (4), Binder (6) – Gebala (1) – Witzke, Krzikalla (2/2), Müller, Roschek, Mamic (5), Milosevic, Kristjansson, Santos
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka (ab 13.) – Kirkelökke, Schmid (4), Lagarde (1) – Groetzki (1), Gensheimer (6/1) – Kohlbacher (6) – Abutovic, Mensah (4), Fäth, Guardiola (1), Petersson (5), Nielsen (1), Ganz.
Spielfilm: 3:0 (3.), 8:4 (14.), 15:11 (25.), 16:15 (Hz.), 19:17 (37.), 19:23 (43.), 21:26 (49.), 24:26 (53.), 28:28 (59.), 28:29 (Ende) – Beste Spieler: Weber, Binder – Petersson, Mensah, Kohlbacher - Siebenmeter: 2/2 - 2/1 - Zeitstrafen: 4/4 - Zuschauer: 4573 - Schiedsrichter: Christian vom Dorff / Fabian vom Dorff (Kaarst).