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Handball: Eulen-Eigengewächs Falk schafft es in erlauchten Kreis
Bereits am vierten Spieltag landeten die Eulen Ludwigshafen in dieser Saison ihren ersten Sieg. Auf den mussten sie im Vorjahr bis zur 13. Spielrunde warten. Damals wie heute war der SC DHfK Leipzig der Gegner. Ein Faktor für den ungefährdeten 34:27-Erfolg war Eigengewächs Alexander Falk, der es zuvor nach der knappen Niederlage beim THW Kiel erstmals in die „Mannschaft des Spieltages“ der Handball-Bundesliga geschafft hat.
Zwölf Treffer hat Falk nach vier Spieltagen bereits erzielt. Ganze 60 waren es in der Vorsaison. „Ich habe vor dieser Runde eigentlich nichts anders gemacht, als letztes Jahr, aber ja, es läuft im Moment einfach gut“, bilanzierte der 21-Jährige. Für Ben Matschke kommt die Entwicklung wenig überraschend. „Er hat ein gutes Gespür für die Situation. Unsere 5-1-Deckung kommt ihm sehr entgegen. Dafür ist er ein wichtiger Faktor“, hat der Trainer dabei das Augenmerk vor allem auf der Defensivarbeit des Ur-Friesenheimers. Aber auch im Angriff setzt sich der Linkshänder immer besser durch, wie seine 100-prozentige Wurfausbeute gegen Kiel unterstrich. „Nach dem zweiten Tor merkt man, dass es heute einfach läuft“, sagte Falk. Am Ende waren es sechs Treffer aus sechs Versuchen, die ihm die Nominierung in die Spieltagsauswahl eingebracht hatten.
Pädagoge Matschke lobt
All zu hoch wollte Trainer Matschke diese Auszeichnung nicht hängen: „Es gab sicher auch andere Spieler mit 100 Prozent, aber auf Spielen gegen Kiel liegt eben ein etwas stärkerer Fokus.“ Viel wichtiger ist dem Übungsleiter, und da kommt der Pädagoge in ihm durch, die Fortentwicklung des 21-Jährigen. „Er ist wahnsinnig aufnahmefähig und sucht oft den Kontakt zu mir. Das erwarte ich aber auch von einem jungen Spieler. Er darf sich der Situation nicht verschließen.“ So war Falk während seiner gut 30-minütigen Einsatzzeit gegen Leipzig nach zwei Fehlwürfen in Serie zur Bank gekommen, habe um Rat gefragt. Matschke: „Ich habe ihm gesagt, dass er sein Spiel weitermachen soll, andere Wurfvarianten, vielleicht einmal einen Heber ausprobieren soll.“ Ein Rat, der prompt zum Erfolg führte. Falk beendete das Spiel mit soliden zwei Treffern.
Viel wichtiger sei eh der Erfolg der Mannschaft, und da sieht Falk sich und seine Eulen auf einem guten Weg. „Wenn man unser Auftaktprogramm sieht, dann verkaufen wir uns im Moment richtig gut. Gegen die Löwen und gegen Kiel haben wir gut gespielt. In Kiel wäre vielleicht sogar ein Punkt drin gewesen, wenn wir in der zweiten Hälfte ein paar technische Fehler weniger haben“, bilanziert er nach vier Spieltagen. Lediglich gegen Wetzlar habe die Mannschaft nicht das abgerufen, was sie eigentlich kann.
Bei Eulen platzt der Knoten
Dafür ist gegen Leipzig der Knoten endlich geplatzt, gelang der erste Sieg. Und Falk kann gut damit leben, dass es diesmal sein Sturmpartner Pascal Durak war, der mit acht Treffern daran einen größeren Anteil hatte. Die Wertschätzung seines Trainers Matschke ist ihm trotzdem sicher: „Natürlich steht eher der im Mittelpunkt, der öfter am Ball ist und Tore schießt, aber auf dem Feld muss es überall stimmen.“ Auch und gerade in der 5-1-Abwehr.