Handball
Gensheimer plädiert für WM
Uwe Gensheimer ist Kapitän der Rhein-Neckar Löwen, er ist auch Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Am Montag sprach sich der Linksaußen noch einmal dafür aus, die WM im Januar in Ägypten zu spielen.
„Wenn es um die Gesundheit geht, dann nicht um jeden Preis. Es geht in dem Fall um unsere Sportart. Es geht darum, was die Nationalmannschaft für unsere Sportart tun kann. Jeder weiß von uns, dass, wenn die Nationalmannschaft gut spielt, wir so viele Zuschauer wie sonst nie vor den Fernseher holen. Wir können so viel Aufmerksamkeit für unsere Sportart bekommen wie sonst nicht“, erläuterte der 33-Jährige.
Das war schon ein absurdes Jahr für die deutschen Handball-Nationalspieler. Nach der Europameisterschaft in Norwegen und Österreich gab es kein Spiel mehr, die Testpartie gegen die Niederlande wurde am 12. März wegen der Ausbreitung des Coronavirus’ kurzfristig abgesetzt. „Ich glaube, Alfred ist auch schon ganz unruhig“, meinte Gensheimer am Montag lächelnd. Alfred Gislason übernahm des Amt des Bundestrainers nach der Freistellung von Christian Prokop – und wartet weiter auf sein Debüt.
Schwirrt das Fernziel Tokio, sind die Olympischen Spiele, in welcher Form auch immer, schon ein Thema für Uwe Gensheimer? „Für mich ist das noch weit weg. Mit oder ohne Zuschauer, das ist nichts, was in unserer Macht steht. Natürlich spricht man darüber, natürlich sind die Olympischen Spiele irgendwo im Hinterkopf, aber in der Phase, in der wir sind, ändern sich viele Dinge ziemlich schnell. Deswegen lasse ich alles auf mich zukommen und konzentriere mich auf die Gegenwart.“ öpf
