FCK
Götze vor Kellerduell gegen Uerdingen: „Keiner hier möchte absteigen“
Es wird eine Nervenprobe. Für die betroffenen Klubs und für ihre Fans. Die Resultate des viertletzten Spieltags in der Dritten Fußball-Liga am Dienstag und Mittwoch haben den Abstiegskampf noch ein Stückchen spannender werden lassen. Mittendrin ist als Tabellen-15. weiter der 1. FC Kaiserslautern. Mit der hochverdienten 0:3 (0:1)-Schlappe am Dienstagabend beim Aufstiegsaspiranten TSV 1860 München ist der Druck vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr, SWR, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de, FCK-Fanradio) gegen den direkten Konkurrenten KFC Uerdingen (17.) noch etwas höher geworden.
Ein „Roter“ lobt die „Blauen“
„Der Samstag ist sehr, sehr wegweisend“, sagt FCK-Defensivspieler Felix Götze im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Wenn du drei Punkte holst, kannst du einen Riesenschritt machen.“ Auch beim Blick zurück auf die Spiele jetzt unter der Woche betont Götze: „Es kann in alle Richtungen gehen. Wir werden dafür sorgen, dass es für uns in die richtige Richtung geht.“
Optimistisch stimmen ihn dabei die sechs Partien ohne Niederlage im April. „Da haben wir gezeigt, dass wir es können“, meint der 23-Jährige. „Auch wenn wir jetzt gegen die allerdings wirklich starken Sechziger ein schlechtes Spiel gemacht haben.“ Ein Lob für die „Blauen“ von einem „Roten“ – der Bruder von Weltmeister Mario Götze ist unter anderem beim FC Bayern ausgebildet worden. Dessen Stadtrivale ließ dem FCK am Dienstagabend keine Chance. „1860 wird am Ende auch aufsteigen“, meint Götze. Die Löwen sind drei Spieltage vor Saisonschluss Tabellendritter und mit Magdeburg die Mannschaft der Stunde in der Dritten Liga.
Götze will FCK-Fans Hoffnung machen
Der FCK will und muss gegen Uerdingen an die positive Serie vor dem Gastspiel in München anknüpfen. „Das Spiel ist abgehakt“, sagt Götze. Das geplante 4-3-3-System der Lauterer, um den Sechzigern „die Außen zuzumachen“, wie der Defensivspieler sagt, kam gegen die starken und cleveren Löwen nicht zum Tragen. Götze ist sich sicher, dass die Konzepte des FCK am Samstag besser greifen: „Keiner hier möchte absteigen. Wir alle wissen, worum es hier geht.“
Der 23-Jährige, der am 1. Februar auf Betreiben des neuen Trainers Marco Antwerpen am letzten Tag der Transferperiode vom FC Augsburg bis Saisonende ausgeliehen worden ist, hat sich als deutliche Verstärkung für den insgesamt so enttäuschenden Kader der Roten Teufel erwiesen. Götze hat dem FCK-Spiel in fast allen Partien, in denen er dabei war, Struktur, Ideen und mehr Stabilität verliehen. Mit starker Technik und gutem Auge setzt der vor der Münchner Zeit beim BVB ausgebildete gebürtige Dortmunder seine Mitspieler gut in Szene. Seine unglücklichste Aktion hatte der Defensivspieler mit seinem Eigentor in Duisburg. „Das war ärgerlich, aber ich wollte klären – abgehakt.“
Hanslik und Spahic hoffen auf Einsatz am Samstag
Alles, was zählt, sind jetzt auch für den talentierten Götze, der bis zu seinem ersten Einsatz beim FCK am 20. März beim 0:1 in Magdeburg verletzungsbedingt rund zwei Jahre lang kein Profispiel absolviert hat, die letzten drei Partien. Am Samstag kann Stürmer Daniel Hanslik wohl wieder mitwirken. Auch Torwart Avdo Spahic will rechtzeitig fit sein.
Götzes Zukunft nach dem 22. Mai ist offen; doch er gibt den leidenden FCK-Fans mit in den Endspurt: „Wir standen schon schlechter da, sind zurzeit über dem Strich. Wir werden das schon machen!“

