Kommentar
Fußball-EM mit Fans: Das Risiko spielt mit
Wie sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestern so treffend zu einer möglichen Aufhebung der Impfpriorisierung: „Das heißt nicht, dass wir dann im Juni schon alle impfen können.“
Voilà. Das heißt, das Risiko in der Pandemie spielt weiter mit. In und um den Marienplatz, an der U-Bahnstation Fröttmaning, womöglich an den Einlasskontrollen. Es ist weiterhin absolute Vorsicht geboten, Aufmerksamkeit, verantwortungsbewusstes Handeln.
Eine ad absurdum geführte Idee
München konnte keine Garantie geben, dass die vier Spiele in der Allianz-Arena vor Zuschauern über die Bühne gehen, das unverbindliche Okay kam nun von der Landesregierung. Die Idee des ehemaligen Uefa-Präsidenten Michael Platini einer paneuropäischen EM wird in der Pandemie ad absurdum geführt. In den diversen Ländern sind völlig verschiedene Voraussetzungen, Bilbao und Dublin mussten die Konsequenzen tragen und sind nicht mehr dabei.
Eine Brüskierung vermieden
Die Uefa atmet ganz sicher nach der bayerischen Entscheidung auf. Deutschland ist ein wichtiger Partner, und durch einen Ausschluss hätte der Verband den nächsten EM-Gastgeber ziemlich brüskiert. Zudem hat die Wahl von Karl-Heinz Rummenigge in das Uefa-Exekutivkomitee die Position des DFB gestärkt. Aleksander Ceferin hat mit Rummenigge gerat im Disput um die Super League einen wichtigen Partner gewonnen.