FCK
Fußball: Christian Tiffert gastiert mit dem Chemnitzer FC beim FCK
In der Saison 2010/11 war Tiffert mit FC-Bayern-Star Franck Ribéry der erfolgreichste Vorlagengeber der Fußball-Bundesliga. 2011 wurde der einstige Mittelfeldstratege von den RHEINPFALZ-Lesern zum FCK-Spieler des Jahres gewählt. Sein Sohn Liam wurde in Kaiserslautern geboren.
Nun lebt Tiffert mit seiner Frau Bahar, Tochter Mila (11) und eben Sohn Liam (9) in Sachsen. Der guten Infrastruktur etwa bei Kindergärten und Schulen wegen wohnt die Familie schon seit Tifferts Profizeit in Aue (2015 bis Anfang 2019) in der 245.000-Einwohner-Stadt Chemnitz.
Tiffert sammelt Trainererfahrung
Perfekt für den Trainer-A-Schein-Inhaber, dass er nach unglücklichem Kurz-Gastspiel im ersten Halbjahr 2019 beim HFC in seiner Geburtsstadt Halle zum Ende seiner Profikarriere nun an seinem Wohnort die nächsten beruflichen Schritte gehen kann. Seit 22. September 2019 ist Tiffert Co-Trainer beim Chemnitzer FC. „Die Erfahrung aus der Spielerkarriere hilft einem zwar“, sagt Tiffert der RHEINPFALZ. „Aber Spieler und Trainer, das sind zwei Paar Schuhe. Es geht um Trainererfahrung.“ Die sammelt er unter Patrick Glöckner (43), wie Tiffert seit 22. September bei den „Himmelblauen“. An das Hinrundenspiel beim wackeren Aufsteiger am 27. Oktober 2019 hat der FCK schlechte Erinnerungen. 1:3 hieß es, und Trainer Boris Schommers vermisste damals bei seinem Team die Aggressivität. Die „Himmelblauen“ rangen die Roten Teufel verdient nieder.
FCK und CFC: Sorgen im Tabellenkeller
Nun treffen sich beide Teams wieder. Beide stecken weiter in den unteren Tabellenregionen fest. Vor allem für den CFC heißt es: Abstiegskampf. Aber auch der FCK ist noch nicht aller sportlichen Sorgen ledig. Der finanziellen sowieso nicht. Insolvenz-Szenarien schweben über dem Betzenberg. Insolvenz ist für den CFC kein Fremdwort. Seit April 2018 haben die Chemnitzer mit dem Regelverfahren zu tun und mit vielen Wirren. Der eingetragene Verein befindet sich noch in Insolvenz, die Profi-Kapitalgesellschaft hat das Schlimmste zunächst hinter sich. „Es ist seit Monaten ruhig, wir können uns ganz auf das Sportliche konzentrieren, kriegen vom Finanziellen nicht viel mit“, sagt Tiffert, „außer der Kurzarbeit in der Corona-Krise, die wie bei fast allen Drittligisten auch bei uns Thema war.“ Thema war während des Lockdowns in Sachsen auch bei den Tifferts „Homeschooling“. Auch für Papa Christian eine neue, nicht uninteressante Erfahrung.
Jammern hilft nicht
Seit dem Neustart der Dritten Liga aber regiert König Fußball wieder. Es geht Schlag auf Schlag. „Mittwochs Spiel, Donnerstag Regeneration, Freitag im Bus nach Lautern, Samstag Spiel und Rückfahrt: Das ist schon zäh“, sagt Tiffert, „aber das geht ja allen Mannschaft ähnlich. Deshalb: Es gibt kein Jammern!“ Nur der Blick nach vorne zählt im Geisterspiel-Endspurt mit Partien alle drei bis vier Tage bis 4. Juli. „Bei diesen vielen Spielen kannst du nicht viel vorhersagen“, meint Tiffert. „Du siehst einen Gegner, und im nächsten Spiel wird rotiert, da gibt es so viele Wechsel, da steht plötzlich eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Da entscheidet die Tagesform.“ Der CFC hat zuletzt dreimal in Folge verloren. „Aber spielerisch gibt es den Jungs nicht viel vorzuwerfen, da waren gute Elemente drin“, sagt der „Co“. Individuelle Klasse macht aber eben oft den Unterschied. Das hat der CFC am Mittwoch beim 0:1 gegen Ingolstadt ebenso erfahren wie der FCK beim 1:3 gegen Duisburg, einen anderen Zweitliga-Absteiger. Am Samstag geht’s weiter. Jammern hilft nicht.
