Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Frauen-Nationalmannschaft zum Improvisieren gezwungen

Müssen improvisieren: DHB-Sportvorstand Axel Kromer (links) und Bundestrainer Henk Groener.
Müssen improvisieren: DHB-Sportvorstand Axel Kromer (links) und Bundestrainer Henk Groener.

Es geht nicht um Platzierungen und Ziele, sondern darum, sich schnell genug auf die geänderten Bedingungen einzustellen. Für die Frauenhandball-Nationalmannschaft gibt es vor der Europameisterschaft in Dänemark darum, die Widrigkeiten anzunehmen und bereit zu sein, wenn das Turnier am 3. Dezember startet.

Seit ein paar Jahren geht es für die deutschen Frauen darum, den Anschluss an die Weltspitze zu finden. In der anspruchsvollen EM-Vorrundengruppe mit Duellen gegen Rumänien (3. Dezember), Norwegen (5. Dezember) und Polen (7. Dezember) war die Vorgabe, sich mit guten Ergebnissen eine passable Ausgangslage für die Hauptrunde zu schaffen. Nun steht der Sport aber noch nicht im Mittelpunkt des Interesses.

„Wir müssen die Gegebenheiten so annehmen“, sagte Axel Kromer zum Start der Vorbereitung auf die EM. Der Sportvorstand beim Deutschen Handballbund (DHB) tut sich knapp eine Woche vor dem Auftaktspiel in der Vorrunde gegen Rumänien schwer damit, Ziele zu formulieren oder Prognosen abzugeben. Die Ausgangslage ist durch die Pandemie zu unübersichtlich, alle Teilnehmer sind zum Improvisieren gezwungen.

Spielort ist jetzt Kolding

Nachdem Co-Gastgeber Norwegen vor einer Woche seinen Rückzug erklärte und das gesamte Turnier nun in Dänemark ausgetragen wird, spielen die Deutschen ihre Gruppe nun nicht im norwegischen Trondheim, sondern in Kolding. Das hochklassig besetzte Vorbereitungsturnier mit geplanten Matches gegen Norwegen, Dänemark und Frankreich entfällt ersatzlos. Die DHB-Auswahl verzichtet notgedrungen völlig auf Testpartien und wird erst zwei Tage vor dem Rumänien-Spiel nach Dänemark reisen. „Weil wir nicht wissen, wie die Möglichkeiten vor Ort sind, haben wir uns entschlossen, so lange wie möglich in Deutschland zu bleiben“, erklärte Kromer.

Groener kommt erst am Mittwoch

Letztlich bleiben der Mannschaft nur ein paar Tage, um sich auf das Turnier einzustimmen, denn mit Henk Groener wird er Trainer nicht vor Donnerstag zum Team stoßen. Der Niederländer befindet sich nach einer Corona-Infektion noch in häuslicher Isolation. Auch Dinah Eckerle, Ann-Cathrin Giegerich, Emily Bölk und Julia Behnke stoßen erst am Mittwoch zur Mannschaft und steigen nach einem Corona-Test ins Training ein.

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