Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Steil plant zweigleisig

Auf einer Wellenlänge: Cheftrainer Martin Gries (links) und der Sportliche Leiter des FKP, Ex-Profi Marco Steil.
Auf einer Wellenlänge: Cheftrainer Martin Gries (links) und der Sportliche Leiter des FKP, Ex-Profi Marco Steil.

19 von 21 möglichen Punkten hat der FK Pirmasens aus den sieben Spielen in der Fußball-Oberliga nach der Winterpause geholt. Eine imponierende Serie. Trotzdem sind die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga vorigen Samstag etwas gesunken.

Denn durch das 1:1 im Topspiel gegen Schott Mainz kann der FKP nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden. Der Spitzenreiter verteidigte mit dem Remis auf der Husterhöhe bei noch fünf ausstehenden Partien seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf Pirmasens. Zudem gewann der Tabellenzweite, die TuS Koblenz, in Diefflen und liegt nun wieder drei Punkte vor dem FKP, der nun am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) in Koblenz punkten muss. „Das ist natürlich ein richtungsweisendes Spiel“, sagt der Sportliche Leiter des FKP, Marco Steil.

„Brutale Schlacht“

Seine Mannschaft erwarte im Stadion Oberwerth „eine brutale Schlacht“. Steil, als Innenverteidiger Profi bei Holstein Kiel, Wormatia Worms und beim FC Vaduz, prophezeit auf einem „nicht so guten Platz“ keinen fußballerischen Leckerbissen: „Wer gewinnt mehr Zweikämpfe, wie werden die Standards verteidigt – darauf wird es ankommen.“

Gefallen hat ihm, dass beim Spiel gegen Schott Mainz „die Stimmung auf den Rängen so positiv wie lange nicht mehr“ gewesen sei. Das habe sich die Mannschaft durch „100 Prozent Leidenschaft und Wille“ verdient.

Mit Aufstieg attraktiver für Spieler

Mehr oder minder Profifußball in der Regionalliga oder ambitionierter Amateurfußball in der Oberliga? Der seit knapp elf Monaten amtierende Steil muss zweigleisig planen. Für Sportliche Leiter des FKP in den vergangenen zehn Jahren eine übliche Situation. „Wir haben viele gute Spieler, denen wir es zutrauen, in beiden Ligen zu spielen“, merkt Steil zu diesem Thema an und fügt hinzu: „In der Oberliga müssen wir eher das Spiel machen, in der Regionalliga setzen wir mehr auf schnelles Umschalten. Falls wir aufsteigen sollten, wird auf dem Spielermarkt für uns mehr möglich sein. In der Regionalliga sind wir für junge, entwicklungsfähige Spieler attraktiver.“

Die Verträge der Stammspieler Moritz Zimmer, Daniel Bohl, Luka Dimitrijevic, Luca Eichhorn, Niklas Doll und Dennis Krob laufen im Juni aus. Eichhorn plant, gemeinsam mit Ersatzkeeper Jan Schulz in den USA zu studieren und dort auch Fußball zu spielen.

„Keine Riesensprünge“

Eines ist für Steil klar: „Die Grundvoraussetzungen sind nicht viel anders als in den Jahren zuvor. In der Regionalliga würde es für uns wieder vom ersten Spieltag an nur ums Überleben gehen, weil wir wirtschaftlich nicht in der Lage sind, Riesensprünge zu machen.“ Dennoch habe er „überhaupt keine Angst vor der Regionalliga“, betont der 35-Jährige, der als Spieler 306-mal in dieser Klasse auf dem Rasen war. Er weiß: „Mit Teamgeist und Wille ist viel möglich.“

Nun steht aber erst einmal die Partie in Koblenz an. FKP-Trainer Martin Gries kann wohl seine beste Elf aufstellen. Eine Niederlage wäre wohl das Aus im Rennen um die Meisterschaft und Platz zwei, der Aufstiegsspiele gegen die Vizemeister aus Hessen und Baden-Württemberg bringt. Daran mag Steil aber nicht denken: „Koblenz ist auch verwundbar.“ Das Hinspiel gewann der FKP ...

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