Sport FCK: RHEINPFALZ-Leser wählen Daniel Halfar zum Spieler 2016
KAISERSLAUTERN (zkk). Hätte Louis Halfar Stimmrecht, er hätte auch für den Papa votiert: Daniel Halfar, der Kapitän des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, ist von den RHEINPFALZ-Lesern zum Spieler des Jahres 2016 gewählt worden. Vor dem letzten Saison-Heimspiel morgen (15.30 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth wird er ausgezeichnet.
Seit 16 Jahren wird die Wahl zum FCK-Spieler des Jahres vom FCK und der RHEINPFALZ veranstaltet. Halfar machte das Rennen vor Jean Zimmer und Ruben Jenssen. FCK-Vorstandsvorsitzender Thomas Gries und die RHEINPFALZ-Sportredaktion nehmen die Ehrung morgen vor. „Es ist eine schöne Sache, von unseren Fans gewählt worden zu sein. Es ist schön, dass ich die Leute mit meinen Leistungen und meinem Auftreten einigermaßen zufriedenstellen konnte“, sagt Halfar, der durch sein freundliches Auftreten und durch seine herzliche Offenheit große Sympathien bei vielen Fans genießt. „Daniel Halfar hat sich diese Wahl absolut verdient! Er hat die Mannschaft in schwierigen Zeiten hervorragend geführt“, attestiert Cheftrainer Konrad Fünfstück. „Daniel zum Kapitän zu machen, war die richtige Wahl“, betont der Coach. Der 28 Jahre alte Halfar, in Mannheim geboren, bei Phönix Mannheim groß geworden, bereits von 1998 bis 2007 beim FCK, ist letzten Sommer nach Stationen bei Arminia Bielefeld, 1860 München und dem 1. FC Köln zum FCK zurückgekehrt. Sportlich hat er sich mehr erhofft, viel mehr erträumt. „Sicherlich habe ich mir das anders gewünscht, aber gerade in der Phase, als es gar nicht lief, haben wir als Mannschaft gezeigt, dass wir ein verschworener Haufen sind“, sagt der feine Techniker, der sich als großer Kämpfer stets in den Dienst der Mannschaft stellte, gleich ob defensiv oder offensiv, gleich ob auf dem rechten oder linken Flügel. „Es ist eine Riesenehre für mich, Kapitän zu sein – gerade beim FCK“, betont Daniel Halfar, der mit seiner Frau und Sohn Louis, der bei jedem Heimspiel seinem Papa die Daumen im Stadion drückt, in Kaiserslautern daheim ist. „Als ich kam, war ich überzeugt von der Philosophie, von einem klaren Plan. Im Laufe der Saison, als es nicht so lief, ist viel passiert: Das ganze Trainerteam wurde komplett ausgetauscht, der Sportdirektor war auf einmal weg, dann auch Stefan Kuntz, der Vorstand. Alle Leute, mit denen ich sprach, bevor ich zusagte, sind weg“, rekapituliert Daniel Halfar. Als er mit 17 in der Bundesliga im FCK-Dress debütierte war er der Teeniestar auf dem „Betze“. Ein hochbegabter junger Kerl, technisch versiert, mutig im Dribbling – und recht torgefährlich. Halfar, der Lausbub von damals, ist gereift. In Bielefeld lernte er seine heutige Frau kennen und lieben, bei 1860 München und dem 1. FC Köln erarbeitete er sich einen guten Ruf. Sein Manko ist, dass er zu wenig Tore schießt. In dieser Saison ist’s erst ein Treffer bei sieben Torvorlagen. Aber Halfar ist zu einem ungemein kampfstarken, laufstarken Führungsspieler geworden. Er geht voran. Er ist einer, der sich nicht scheut, im Rückwärtsgang zu arbeiten. So ist das auch morgen gegen Greuther Fürth zu erwarten. Und am Ende freut sich Louis, wenn’s mit dem Papa in die Fankurve geht.
