Handball
FCK-Ikone sieht starken Eulen-Auftritt
Ein junger Eulen-Akteur spielte sich in der ersten Halbzeit vor 1567 Zuschauern in die Herzen der Fans. Der 20 Jahre alte Torwart Mats Grupe entnervte mit seinen zehn Paraden die Angreifer des Tabellenvorletzten. Das gefiel Ehrengast Hans-Peter Briegel, der mit dem FCK und der Nationalmannschaft als Europameister und zweifacher Vize-Weltmeister Fußballgeschichte geschrieben hat. „Der junge Torwart ist ein Guter. Das habe ich sofort gesehen“, sagte Briegel.
Schaller stellt persönlichen Rekord auf
In Tim Schaller (24) machte ein anderer Spieler aus der Eulengarde auf sich aufmerksam. Zehn Tore (davon sechs Siebenmeter) waren eine optimale Ausbeute. Der Saarländer, der im November einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten hat, bewies seine Klasse auf der Außenposition und vom Siebenmeterpunkt. „Zehn Tore in einem Spiel für die Eulen sind mir noch nicht gelungen. Ich bin dankbar über die vielen Spielanteile. So macht es richtig Spaß“, sagte Schaller strahlend.
Verzichten mussten die Eulen auf ihren Kapitän Max Haider, der sich im Auswärtsspiel in Essen eine Gehirnerschütterung zuzog. Dafür sprang der junge Däne Kasper Manfeldt-Hansen in die Bresche. Der Kreisläufer machte seine Sache im Angriff (vier Tore) und in der Deckung gut. Auch nichts anbrennen im Angriff ließ Routinier Pascal Durak. Der Rechtsaußen spielte konzentriert und traf vier Mal sehenswert.
Jannek Klein verletzt sich am Knie
Kaum zu halten von teilweise überforderten Rostockern war der Halbrechte Jannek Klein. Nach 38 Minuten erzielte der Linkshänder mit seinem neunten Treffer das 21:12 für die Eulen. Kurz darauf war für Klein nach einer unglücklichen Wurfaktion, bei der er sich sein Knie überstreckte, Schluss. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss geben.
Die Schützlinge von Michel Abt hätten gegen schwache Gäste 40 Tore erzielen können. Wie in so manchen Heimspielen zuvor, wurden die Nerven diesmal nicht überstrapaziert. Das war dem Trainer nicht unrecht. „Wir haben einen Start-Ziel Sieg unserer Mannschaft mit einem sehr guten Mats Grupe im Tor erlebt. Als Kollektiv haben wir überzeugen können und Rostock nicht ins Spiel kommen lassen. Das erwarte ich aber auch von meiner Mannschaft, gerade in Heimspielen“, sagte er.
Diese Überlegenheit der Eulen musste Gästetrainer Nicolaj Andersson anerkennen: „Diese Power und körperliche Überlegenheit kann meine Mannschaft nicht aufbringen. Nicht zuletzt deswegen waren wir wie im Hinspiel klar unterlegen.“
So spielten Sie
Eulen Ludwigshafen: Grupe (ab 46. Urbic) – Klein (9), Bührer (2), Meyer-Siebert – Durak (4), Schaller (10/6) - Manfeldt-Hansen (4) – Eisel, Trost (1), Salger (4), Neuhaus (1), Gorpishin, Remmlinger, Zacharias (1),
Empor Rostock: Leon Mehler (24. Malchow bei einem Siebenmeter, ab 42.) – Schütze, Kohnagel (3), Pechstein (6) – Lößner (4), Schmidt (7/4) – Wilhelm (2) – Ottsen (2), Völzke, Thümler, Zimmer, Aukstakalnis (1), Funke (1), Zimmer, Dennis Mehler
Spielfilm: 8:4 (12.), 16:8 (Hz), 29:19 (48.), 36:27 (Ende) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 6/6 - 5/4 - Beste Spieler: Grupe, Schaller, Klein – Schmidt, Pechstein - Zuschauer: 1567 - Schiedsrichter: Janz/Sug (Köln).