Handball
European League: Final Four in der SAP-Arena?
„Der Wettbewerb ist für uns sehr wichtig. Hier haben wir eine große Chance, noch einen Titel zu holen“, sagte am Montag Jennifer Kettemann, die Geschäftsführerin der Löwen, in einem RHEINPFALZ-Gespräch.
Gut: Dadurch, dass die Europäische Handballföderation die Prämien ab dieser Saison für den Wettbewerb angepasst hat, war die European League bislang per se kein Zuschussgeschäft für den Verein, trotz der vielen Reisen. Pro erspieltem Punkt gibt es einen Betrag, der sich in der K.o.-Runde noch erhöht. „Das ist schon ein spannender Wettbewerb“, betonte Jennifer Kettemann.
Geschäftsführerin sieht etwas beruhigter in die Zukunft
Im Moment stellt die EHF gerade den Anforderungskatalog für den Ausrichter des Final Four zusammen. Die Löwen beschäftigen sich damit, das Final Four am 22./23. Mai in die SAP-Arena zu holen, wollen aber abwarten, was genau als Ausrichter auf den Klub zukommen würde.
Generell sieht die Geschäftsführerin der Löwen etwas beruhigter in die Zukunft, denn die Beihilfe-Grenze mit Blick auf das Ticketing wird vermutlich angehoben. Die Grenze bisher lag bei 800.000 Euro, 80 Prozent des Ticketing-Erlöses konnten geltend gemacht werden. „Aber wenn die Einnahmen beispielsweise vier Millionen Euro waren, dann stand da bisher auch 800.000 Euro. Für die größeren Vereine ist es wesentlich schwieriger durchzukommen als für die kleineren“, betonte Jennifer Kettemann. Jetzt können wohl bis zu 1,8 Millionen Euro geltend gemacht werden. Die Einnahmen aus den Kartenverkäufen ist für die Bundesliga-Klubs ein ganz entscheidender Posten. „Wenn es so kommt, hilft uns das sehr“, sagte sie.
Jesper Nielsen verlässt die Löwen
Sollten die Löwen die Hürde Nexe nehmen, würde im Viertelfinale der Sieger des Duells zwischen dem russischen Klub Medwedi Tschechow und dem französischen Erstligisten Usam Nimes warten.
Kreisläufer und Abwehrspezialist Jesper Nielsen verlässt die Löwen im Sommer. Nach drei Jahren verabschiedet sich der 31-jährige Schwede und wechselt nach Dänemark zu Aalborg Handbold, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat.