Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Die Pleitenserie geht weiter

Muss Lösungen finden, um die Niederlagenserie zu beenden: Eulen-Cheftrainer Johannes Wohlrab.
Muss Lösungen finden, um die Niederlagenserie zu beenden: Eulen-Cheftrainer Johannes Wohlrab.

Die Eulen Ludwigshafen kommen in der Zweiten Handball-Bundesliga nicht voran. Nach der der verdienten 30:35 Niederlage beim VfL Potsdam stand die Mannschaft von Johannes Wohlrab erneut ohne Punkte da.

Das bedeutete schon die fünfte Niederlage hintereinander. Mit 6:12-Punkten sind die Eulen auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht.

Wie schon bei der Heimniederlage gegen Nordhorn waren die vielen technischen Fehler (diesmal 15) und über 30 Gegentore entscheidende Gründe für die Pleite. Dabei starteten die Rothemden mutig in die Partie. Durch ihren Torjäger Mex Raguse führten die Eulen gegen das Team von Bob Hanning mit 11:9 (16.). Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die individuelle Klasse der jüngsten Mannschaft der Liga aber durch. Anstatt mit einer möglichen Führung in die Halbzeit zu gehen, versemmelten die Ludwigshafener beste Torchancen. Einer der Potsdamer Unterschiedsspieler war Jungnationalspieler Max Beneke, der mit einem sehenswerten Freiwurf in der Schlusssekunde den ersten Abschnitt erfolgreich für die Gastgeber (18:15) beendete.

Kurz nach dem Seitenwechsel verkürzte Eulen-Rechtsaußen Theo Straub bei seinem Zweitliga-Debüt auf 16:18. Als taktische Finesse erwies sich die Maßnahme von Bob Hanning, über eine 3:3-Abwehrformation die sonst treffsicheren Mex Raguse und Jannek Klein aus dem Spiel zu nehmen. Damit kamen die Eulen nicht klar und verloren mehr und mehr ihre Linie.

Gegen Hüttenberg ist ein Sieg Pflicht

Als der Eulen-Coach auf den siebten Feldspieler setzte, konnte sich Simon Schwarz, die Leihgabe vom HLZ, als zweiter Kreisläufer mit zwei Tore in Szene setzen. Das war insgesamt zu wenig. Mit dem zehnten Treffer von dem überragenden Max Beneke zum 32:25 (53.) war die Partie vorzeitig entschieden.

Wohlrab weiß, dass bei seinem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein TV Hüttenberg am Samstagabend (18 Uhr, Eberthalle) zwei Punkte Pflicht sind. „Da zählen keine Ausreden. Da zählt nur, dass jeder alles in die Waagschale wirft“, erklärte der Coach. Nach dem 29:24-Heimerfolg über den Dessau-Rosslauer HV haben die Hüttenberger viel Selbstvertrauen. „Wir müssen unter allen Umständen die Niederlagenserie beenden und uns unten rauskämpfen. Nur über Kampf, Aggressivität und Leidenschaft kann das gehen. Das will ich 60 Minuten von meiner Mannschaft sehen“, forderte Wohlrab.

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