Handball
Eulen Ludwigshafen bleiben unter ihren Möglichkeiten
Wie schon vor zwei Wochen beim desolaten Auftritt in Düsseldorf gegen den ukrainischen Meister HC Motor Zaporizhzhia (24:34) war die Mannschaft meilenweit von ihrem Potenzial entfernt. Dabei wollte man sich noch einmal mit den vielen zum Saisonende ausscheidenden Spielern auch auswärts besser präsentieren. Der Schuss ging nach hinten los.
Kogut ärgert sich
Diese Vorstellung ärgerte Co-Trainer Andrej Kogut, der kein gutes Haar an dem gesamten Team fand. „Die Einstellung war komplett nicht da. Da kann man nichts beschönigen und jeder Spieler sollte sich für diese Leistung mal hinterfragen. Ich hoffe, dass im nächsten Spiel eine Reaktion folgt“, betonte Kogut.
Unterirdisch waren die zweiten 30 Minuten, in denen die enttäuschenden Eulen nur peinliche vier Feldtore (Falk, Bührer, Durak, Salger) erzielten. Das hatte es in der jüngsten Vergangenheit noch nicht gegeben. Immerhin steuerte Linksaußen Tim Schaller fünf Siebenmeter bei. Mit seinen drei Feldwürfen scheiterte Schaller aber am guten Torwart Jonas Maier. „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit im Angriff verloren. So dürfen wir nicht auftreten. Es gibt hierfür keine Entschuldigung“, sagte Schaller.
Kurz in Reichweite
In der 51. Minute waren die Eulen mit nur zwei Toren Rückstand (23:25) sogar noch in Reichweite. Dann zogen die hoch motivierten Gastgeber mit einem Fünf-Tore-Lauf unaufhaltsam davon. Zu dem Zeitpunkt hatte sich das Eulen Team zum Leidwesen ihrer zahlreich Fans schon aufgegeben. Die Fans hingegen machten 60 Minuten Stimmung.
Grupe hält am Ende gut
Der junge Torwart Mats Grupe verhinderte in der Schlussphase mit fünf Paraden sogar noch eine höhere Niederlage. Schon am Mittwoch (19 Uhr) haben der wieder im Team stehende Kapitän Max Haider und seine Kollegen die Chance, die Saison mit einem Erfolgserlebnis gegen den Tabellendritten Dessau-Rosslauer HV 06 abzuschließen.