Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen auch gegen Eisenach nicht durchschlagskräftig

War am Mittwoch noch die beste Eule: Julius Meyer-Siebert (links) warf sieben Tore.
War am Mittwoch noch die beste Eule: Julius Meyer-Siebert (links) warf sieben Tore.

Die Baustelle bleibt: Zweitligist Eulen Ludwigshafen hat ein Problem im Angriff. Neun Tore vor der Pause und nur sieben in der zweiten Hälfte sind einfach zu wenig, um in der Zweiten Liga ein Spiel zu gewinnen. Erst recht gegen den ThSV Eisenach, der als Fünfter anreiste und derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmt. Und so stand am Ende eine arg ernüchternde 16:27 (9:13)-Heimniederlage.

Dabei begannen die Eulen noch ordentlich, ließen den Ball zunächst besser laufen als zuletzt. Zudem stand die Deckung gut. Nach dem 2:4-Rückstand stellten die Gäste aus Thüringen aber ihre Abwehr um, deckten gegen den Eulen-Spielmacher – den gab erst Kapitän Gunnar Dietrich, später Max Neuhaus – und gegen den linken Rückraum offener. Dort spielte wieder Julius Meyer-Siebert, bei Hendrik Wagner (Wadenverletzung) reichte es nicht für einen Einsatz.

Sein Vertreter Meyer-Siebert fand aber gut in die Partie, warf aus der Distanz und versuchte sich auch durchzuwühlen. Das klappte häufig, er kam vor der Pause schon auf sechs Treffer (insgesamt sieben).

Wenige Chancen und die oft vergeben

Aber sonst hatten die Eulen wieder Schwierigkeiten im Angriff. Bei nur wenigen Möglichkeiten wurden zu viele Chancen ausgelassen. Beispiele? Ein Lattenkracher, ein schlechtes Kreisanspiel, das seinen Weg zu Christian Klimek nicht fand und ein vergebener Siebenmeter von Pascal Durak.

Und die Gäste? Die brachten den Ball mit fünf Sekunden auf der Spieluhr noch mal zum 13:9 im Tor unter. Ex-Rhein-Neckar-Löwe Jannis Schneibel holte sich seinen Rechtsaußen Ante Tokic herbei, steckte ihm den Ball zu – der vollstreckte aus der Spielmacher-Position mit einem tiefen Schlagwurf.

Prima Handball der Gäste

Die Gäste zeigten, dass sie unter ihrem im Oktober gekommenen Coach Misha Kaufmann wieder prima Handball spielen. Tempo-, variantenreich und diszipliniert. Da ist der Wunsch, wieder in die Bundesliga zurückzukehren, keine leere Phrase. Nach der Pause konnten die Eulen das Spiel nicht mehr drehen. Zu viele technische Fehler vorne, zu viele Fehler in der Abwehr, und Torwart Asanin bekam auch zu selten die Hand an den Ball.

Misha Kaufmann meinte: „Wir haben heute gegen Eulen gespielt, die nicht wussten, wie sie uns angreifen sollten. Wir wollten viele Bälle klauen, und haben sie frühzeitig in diese Situation gedrängt.“

Biegler fehlt

Eule Alexander Falk sagte: „Bei uns ist derzeit der Wurm drin. Wir lassen einfach den Ball nicht laufen, wir verlieren viel zu schnell die Eins-gegen-Eins-Aktionen.“ Eulen-Coach Michael Biegler kam nicht zur Pressekonferenz.

So spielten sie

Eulen Ludwigshafen: Asanin, Urbic (22. - 30.) - Salger, Dietrich (1), Meyer-Siebert (7) - Falk (4), Hofmann - Klimek - Neuhaus, Meddeb (3), Durak, Keskic, Sorda (1), Eisel

ThSV Eisenach: Jepsen, Lucin (1) (42. - 60.) - Donker, Ulshöfer, Hangstein (8/5) - Tokic (4), Snajder (2) - Mota Sousa - Walz (4), Schneibel (4), Dicker, Potisk (2), Wöhler (2)

Spielfilm: 4:2 (8.), 4:5 (15.), 6:7 (22.), 6:9 (24.), 9:13 (Halbzeit), 11:16 (34.), 12:17 (39.), 13:20 (43.), 16:21 (47.), 16:23 (52.), 16:27 (Ende) - Zeitstrafen: 3:6 - Siebenmeter: 6/5 - 2/0 - Beste Spieler: Meyer-Siebert, Falk - Hangstein, Schneibel - Zuschauer: 1621 - Schiedsrichter: Christian vom Dorff/Fabian vom Dorff (Kaarst).

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