Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen-Kapitän Max Haider: „Wollen das obere Tabellendrittel angreifen“

Max Haider in der vergangenen Saison im Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim.
Max Haider in der vergangenen Saison im Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim.

Mit dem Spiel gegen den Aufsteiger TuS Vinnhorst starten die Eulen Ludwigshafen am Montag (19.30 Uhr) in die neue Zweitliga-Saison. Kapitän Max Haider traut seiner Mannschaft einiges zu, wie er Udo Schöpfer verriet.

Herr Haider, gleich mal direkt gefragt: Was hat sich die Mannschaft für die neue Spielzeit vorgenommen?
In erster Linie fängt jedes Spiel damit an, dass die Einstellung stimmt. Daran haben wir in der Vorbereitung ganz intensiv gearbeitet. Da ging es darum, zu wissen, was wir in welcher Situation wie zu tun haben. Wir wollen uns wieder auf den Grundsatz berufen, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent geben. Und dass es darunter nichts gibt. Sonst sind wir nicht konkurrenzfähig. Darauf dürfen sich die Fans erst einmal freuen.

Ein Problem waren in der Rückrunde die Auswärtsspiele ...
... genau darüber haben wir auch sehr intensiv geredet. Uns war auch bewusst, dass wir gerade in der Rückrunde die Spiele nicht so gut gestaltet haben. Wir wollen unsere Fans vor dem Laptop oder dem Fernseher nicht mehr so enttäuscht zurücklassen. Da gilt es, noch mehr als bei einem Heimspiel, die nötige Einstellung an den Tag zu legen. In den Heimspielen kann man sich immer noch von den Zuschauern tragen lassen. Bei einem Auswärtsspiel haben wir das Gegenteil. Wenn wir mehr Einstellung gezeigt hätten, dann hätten wir die Spiele bestimmt auch anders gestaltet.

Es gab sechs Neuzugänge und einen neuen Trainer. Wie rund läuft das schon?
Ja, es gab viele Veränderungen. Aber wie man uns Eulen aus der Vergangenheit kennt, sind sechs, sieben Wochen Vorbereitung mit einem super Trainingslager und allen möglichen Veranstaltungen dafür ausreichend, um alle zu integrieren. Aber auch, um für neue Dinge offen zu sein. Es ist ganz wichtig, dass sich immer etwas Neues entwickeln darf. Dafür hatten wir lange Zeit, dem haben wir uns intensiv gewidmet. Sportlich passt es wie die Faust aufs Auge. Jeder Spieler, der kam, hat uns ein Stück weit verstärkt. Sie sind fulminant gestartet, bringen neue Impulse.

Johannes Wohlrab ist der fünfte Trainer innerhalb von zwei Jahren. Wie groß ist Ihre Sehnsucht nach Kontinuität? Ist es ein Problem, sich erneut auf einen neuen Coach einzustellen?
Ein Problem ist es nicht. Ich würde lügen, wenn ich sagen müsste, ich habe Gefallen daran, dass ich alle paar Monate einen neuen Trainer habe. Natürlich wollen wir auch Kontinuität. Aber nicht nur wir Spieler. Auch die Geschäftsführung will Kontinuität. Es kommen leider manchmal externe Faktoren ins Spiel, die man nicht beeinflussen kann. Deswegen müssen wir diese Gegebenheit einfach so annehmen. Heißt: Das Beste daraus machen und die Chancen daraus ziehen. Durch viel Veränderung hat man die Chance, etwas zu entwickeln.

Es ist oft so, dass Mannschaften sich intern ein Ziel setzen, es aber nicht nach außen kommunizieren. Ist das bei den Eulen genau so?
Es ist immer wichtig, interne Ziele zu haben, die niemanden von außerhalb etwas angehen. Auch um sich selbst treu zu bleiben und es nicht groß an die Glocke zu hängen. Aber natürlich gibt es auch Sachen, die man nach außen tragen kann. Dass wir oben mitspielen wollen, ich glaube, da wären wir fehl am Platz, wenn wir das nicht sagen würden. Wir wollen das obere Tabellendrittel angreifen, das ist definitiv klar.

Konnten Sie eigentlich schon mal schauen, was die Konkurrenz macht? Beim Bundesliga-Absteiger GWD Minden läuft es beispielsweise anscheinend nicht so gut ...
Das interessiert mich überhaupt nicht. Was die Vorbereitung betrifft, waren die Eulen auch nicht dafür bekannt, immer die besten Ergebnisse zu liefern. Trotzdem sind wir aufgestiegen und haben uns in der Bundesliga gehalten. 34 Spieltage, da kann so viel passieren, jeder startet bei null Punkten.

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