Sport
Eulen in Minden gefordert
Wiedersehen macht Freude: Mit einem 31:30 gegen GWD Minden sicherten sich die Eulen Ludwigshafen 28 Sekunden vor dem Saisonende ein drittes Jahr in Folge in der Handball-Bundesliga. Am Donnerstag (19 Uhr) gastieren die Eulen in der Kampa-Halle bei GWD.
„Das ist eine gute Mannschaft, sympathisch und gut verstärkt“, sagt Eulen-Trainer Ben Matschke über GWD. Die von Frank Carstens gecoachte Mannschaft um Torjäger Christoffer Rambo hat drei Punkte auf dem Konto – einen Zähler mehr als die Eulen. Dem fast sensationellen 29:25-Sieg bei den Füchsen Berlin ließ GWD ein 24:24 beim TVB Stuttgart folgen.
Die Eulen, stark bei den knappen Niederlagen gegen die Löwen und in Kiel, mit einer Heimschlappe für eine schwache erste Halbzeit von der HSG Wetzlar bestraft, feierten vor Wochenfrist einen großartigen 34:27-Erfolg gegen SC DHfK Leipzig. „Das war eines der besten Spiele, das wir in der Bundesliga bisher gespielt haben“, lobte Teammanager Philipp Grimm nach dem ersten Saisonsieg.
Starker Max Neuhaus
Mit fünf Treffern hatte Max Neuhaus bei seinem Bundesliga-Debüt großen Anteil an dem Coup. „Ich hatte Max nicht so auf dem Schirm und hatte auch nicht erwartet, dass er so lange darf …“, bekannte Leipzigs Trainer André Haber, der den Ex-Magdeburger in der U20-Nationalmannschaft unter seinen Fittichen hatte.
Neuhaus jubelte am Ende, Neuhaus strahlte, Neuhaus wurde gefeiert. In der „Handball-Woche“ schaffte er den Sprung in die Mannschaft der Woche. „Ich glaube nicht, dass ich schlafen kann! Besser kann ein Debüt nicht laufen“, sagte der 20-Jährige nach seinem tollen Auftritt. Zwei Tage vorher in Kiel war er als 17. Mann aus dem Kader „gefallen“. Ben Matschke hatte dem trainingsfleißigen Neuzugang eröffnet, aus taktischen Gründen auf Zwei-Meter-Mann Hendrick Wagner zu setzen, der dann auch fünfmal traf. „Ich habe Max aber auch gesagt – übermorgen gegen Leipzig – das kann dein Spiel werden.“
Der „Traktor“ als Trikotwart
Wurde es auch: fünf Schuss, fünf Treffer! „Es war hart. Wir kamen um sechs Uhr morgens mit dem Bus aus Kiel zurück. Um 10 Uhr musste ich raus, konnte nicht ausschlafen – ich bin Trikotwart, der schlechteste Job – und musste die Trikots zur Reinigung bringen“, erzählte Neuhaus lachend. Und dann war er hellwach!
„Traktor“ nennen die Kameraden den U21-Nationalspieler, der mit seiner Leistung dazu beitrug, dass Gunnar Dietrich, der Kapitän, auch mal durchschnaufen konnte. „Traktor nennen mich die Kollegen, weil ich mich immer so reinwühle“, verriet Neuhaus, der sich toll ins Kollektiv einfügte. In Minden will er wieder ackern.
Die Außen werden immer besser
„Alles was wir erreichen, erreichen wir als Mannschaft“, betont Pascal Durak, der mit acht Treffern, vier aus dem Spiel heraus, seinen Beitrag zum Sieg leistete. Merklich verbessert zeigte sich die Eulen beim Einbinden der Außen - rechts Durak und Alexander Falk, links Jannik Hofmann und Jonathan Scholz. 15 der 34 Treffer gegen Leipzig gingen auf das Konto der vier Außen. „Jeder hat Verantwortung übernommen“, sagte Scholz. Er schoss das Siegtor zum Saisonfinale gegen Minden, er warf den Rettungsanker ...