Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen chancenlos – Bietigheim einfach besser

 Julius Meyer-Siebert (rechts) stoppt Juan de la Pena.
Julius Meyer-Siebert (rechts) stoppt Juan de la Pena.

Phasenweise durchaus ordentlich, am Ende zu deutlich. Die Eulen Ludwigshafen unterlagen in der Zweiten Liga am Sonntag bei der SG BBM Bietigheim mit 25:31 (10:14).

Zehn Tore vor der Pause – auch in Bietigheim lagen die Schwächen der Eulen im Angriff. Gerade vor der Pause vergaben die Gäste, toll unterstützt von ihren lautstarken Fans, zu viele Möglichkeiten. SG-Torwart Fredrik Genz lief zu großer Form auf und zeigte etliche Paraden. „Es ist einfach schlecht. Wir haben es nicht geschafft, den Spielstand auf Unentschieden zu stellen. Wenn du immer dran bist und es nicht schaffst, dann ist das demütigend. Dass wir am Ende mit sechs Toren Unterschied verlieren, ist viel zu hoch“, erklärte der erneut treffsichere Linksaußen Kian Schwarzer, wie schon am Montag der erfolgreichste Werfer der Eulen. Er hatte eine 100-Prozent-Quote, traf bei neun Würfen neunmal, davon waren vier Siebenmeter. „Ich hatte leider nicht das Gefühl, dass wir das Spiel gewinnen können. Bietigheim war die bessere Mannschaft mit sicheren Abläufen“, sagte Eulen-Trainer Johannes Wohlrab. Max Haider und Mex Raguse waren durch Verletzung und Krankheit im Training gehandicapt.

Keine Lösungen

Die Eulen-Abwehr war recht kompakt, Keeper Mats Grupe machte erneut ein gutes Spiel. Im Angriff probierte es Trainer Wohlrab nach der Pause mit dem siebten Feldspieler und dem Mittelmann Marc Robin Eisel. „Im Angriff haben wir in der ersten Halbzeit keine Lösungen gefunden. In der Abwehr standen wir eigentlich ganz sicher. Das Sieben gegen sechs war zunächst ganz gut, wir schaffen es aber nicht, Bietigheim endgültig unter Druck zu setzen“, sagte Eisel. Der Mittelmann brachte frischen Schwung, nun kamen auch Max Haider und Tom Bergner am Kreis besser zur Geltung. Zweiterfolg-reichster Torschütze bei den Eulen war Jannek Klein mit sechs Toren.

Die ambitionierten Gastgeber spielten die Partie in Ruhe zu Ende. Auffälligster Bietigheimer war der Halbrechte Dominik Claus. Dem früheren Eulen-Spieler gelangen acht Tore, er fand immer wieder die Lücken in der Abwehr.

Entscheidung bei 27:22

Fast durchgehend in der zweiten Halbzeit führte Bietigheim mit zwei Toren Vorsprung. Die Partie war bis zur 49. Minute offen. Dann aber gelangen dem starken Paco Barthe und Maximilian Hejny drei Treffer, Bietigheim führte 27:22, die Gastgeber waren im Grunde am Ziel.

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