Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Erneut eine Siegesfahrt von Patrick Lechner in Offenbach

Sieger Patrick Lechner: „Als ich den Zielstrich gesehen habe, war die Erlösung da.“
Sieger Patrick Lechner: »Als ich den Zielstrich gesehen habe, war die Erlösung da.«

Geschichte wiederholt sich manchmal eben doch: Nach 2018 sicherte sich auch am Sonntag Patrick Lechner vom Team Bike Aid Development den Sieg beim Großen Preis der Sparkasse Südpfalz in Offenbach, dem Rennen der CT und Elite-Amateure beim traditionellen 1. Mai-Renntag.

Mit einem starken Schlusssprint verwies der Herxheimer Lechner Jonas Tenbruck (Racing Students BL-Team) und Fabian Genuit (Team Möbel Ehrmann) auf die Plätze zwei und drei. 89 Fahrer gingen am Sonntag nach zweijähriger Corona-Pause wieder in Offenbach an den Start. 16 Runden mit je 6,3 Kilometer mussten auf der flachen, schnellen und windanfälligen Rundstrecke absolviert werden.

Nach fünf Runden bildete sich eine erste Spitzengruppe heraus. Tim Nuding (Wheelsports-Metropol Racing), Marc Dörrie (Team Bellheimer Silberpils) und Luke Wilk (P&S Benotti) führten eine Gruppe an, die nach und nach einen immer größeren Abstand einfuhr und in der Genuit mit Andreas Fließgarten einen Teamkollegen bei sich wusste.

Ausreißer geben Gas

Unverändert ging es durch die nächsten Runden. Nuding und John Mandrysch (P&S Benotti) fuhren fleißig Prämien ein, die zehn Ausreißer erhöhten den Abstand auf bald über eine Minute. Bei der Einfahrt nach zwölf Runden hatte die Spitzengruppe einen Vorsprung von 80 Sekunden auf das Verfolgerfeld. Neben den drei Siegern und den schon Genannten waren Laurens Huizinga (RSG Heilbronn) und Nicolas Arcade (UCBH Saint-Avold) mittendrin in der Verlosung. Im Prinzip warteten die vielen Zuschauer nur noch auf den Schlusssprint. Wer aus dem Zehnerpulk allerdings das Rennen in die Hand nehmen würde, war nicht zu erahnen.

„Zwei Runden vor Schluss wurde nur noch attackiert, man musste einen kühlen Kopf bewahren. Da war Patrick einfach ein bisschen frischer“, beschrieb Tenbruck (28) die Schlussrunde. Das Duell mit Lechner verlor er zwar, konnte aber gegen Genuit noch einen Platz gutmachen. „Es war sehr unruhig, gerade auf dem Feldweg wurde es hektisch. Am Ende ist Patrick einen starken Sprint gefahren“, gratulierte Genuit (34, Böblingen).

„Eigentlich wie vor vier Jahren“

Der fühlte sich derweil in die Vergangenheit versetzt, gewann er nach 2018 doch sein zweites Rennen in Offenbach. „Es lief eigentlich genau wie vor vier Jahren, selbst das Finale“, sagte der 31-Jährige. Er habe sich eher hinten gehalten als die ersten Attacken der anderen starteten. Kurz vor der Zielkurve ging er dann selbst in die Vollen, kam als erstes auf die Zielgerade – und die wurde gefühlt länger und länger. „Als ich den Zielstrich gesehen habe, war die Erlösung da“, sagte er mit einem Schmunzeln.

x