Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Droht beim ASV Fußgönheim schon wieder ein Umbruch?

Ediz Sari
Ediz Sari

Nach turbulenten Jahren war Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim auf einem guten Weg in ruhigeres Fahrwasser. Der überraschende Rücktritt von Trainer Ediz Sari wirft den Klub wieder ein Stück zurück. Davon unbeeindruckt erkämpfte die Mannschaft am Sonntag ein 0:0 in Rüssingen.

„Der Verein hat hinter meinem Rücken mit einem anderen Trainer gesprochen. Da sehe ich keine Basis mehr, weiterzuarbeiten. Ich bin sehr enttäuscht“, sagt der 52-jährige Sari, der den ASV seit der vergangenen Saison trainierte. Grund für seinen Entschluss waren Gespräche, die ASV-Vorstandsmitglied Stefan Wehe und Geschäftsführer Giuseppe Vitale mit Fisnik Myftari geführt haben. Der ehemalige Profi war früher Spieler und danach für kurze Zeit auch Trainer der Fußgönheimer gewesen.

Myftari-Austausch dient nicht der Trainerfindung

Wehe streitet die Unterredungen nicht ab, die jedoch in einem anderen Kontext zu sehen seien. „Ich treffe mich mit vielen Leuten, führe unzählige Gespräche für den Verein, in denen es um zukünftige Ausrichtungen, Konzepte, Strukturen und Verbesserungen geht, da muss ich nicht immer jeden einweihen.“ Im Austausch mit Myftari sei es nicht um einen Job als Trainer gegangen. „Etliche Spieler sind schon über 30. Wir brauchen frisches Blut, und Fisnik hat gute Kontakte zum SV Waldhof Mannheim“, erklärt Wehe. Myftari soll helfen, jungen Spieler aus dem Nachwuchs des SVW den ASV schmackhaft machen. Außerdem habe der Klub mit dem gesamten Trainerteam erst vor Kurzem bis 2023 verlängert, als Zeichen, dass man zu den Übungsleitern stehe.

Berrafato übernimmt bis Ende der Hauptrunde

Bis zum Ende der Hauptrunde wird der spielende Co-Trainer Pietro Berrafato das Team betreuen. Darüber hinaus nicht. Wie er könnten auch andere denken, zumal viele Akteure eine engen Draht zu Sari haben, der Freund und Bezugsperson ist. Dies könnte einen neuerlichen Umbruch bedeuten. In den vergangenen drei Jahren wurde der Kader notgedrungen schon zweimal komplett auf links gedreht. In Rüssingen ist die Mannschaft allerdings als solche aufgetreten und hat sich ein Remis erarbeitet.

Laut Wehe hätten sich schon am Tag, als Saris Rücktritt öffentlich wurde, neun Trainer um den attraktiven Posten beworben. Und in der Tat kann der neue ASV-Vorstand einiges vorweisen. „Seit wir am Ruder sind, haben wir dem Verein eine Perspektive gegeben“, sagt der für Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Marketing zuständige Wehe. Als Teil des Jugendfördervereins Rhein-Haardt geht es um die Talentförderung. Der Stadionname ist vermarktet, es gebe Interessenten für die Trikotbrust und eine Fußballschule ist in Fußgönheim heimisch. Zudem stehen Investitionen in die Infrastruktur bevor.

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