Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Drama in Eberthalle: Eulen Ludwigshafen mit Fotofinish

Ein Vorbild in jeder Hinsicht: Freddy Stüber.
Ein Vorbild in jeder Hinsicht: Freddy Stüber.

Die Eulen Ludwigshafen haben am Montagabend die HSG Nordhorn-Lingen mit 24:23 besiegt. Es war eine bis in die Schlussphase aufregende Partie.

Einmal durchatmen, bitte. „Eulen, Eulen“, riefen die sehr erleichterten Fans der Gastgeber. Und sie riefen „Grupe, Grupe“. Dem Torhüter der Eulen war dieser Sieg zu verdanken. Der 21-Jährige parierte den Wurf von Frieder Bandlow unmittelbar vor dem Abpfiff. Die Kameraden stürzten sich auf Grupe, feierten ihn. Durch den Sieg liegen die Eulen jetzt auf dem 13. Tabellenplatz. „Die Abwehr hat in der zweiten Halbzeit einen super Job gemacht. Der Teamerfolg steht über allem. Den Schwung müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen“, sagte Grupe.

Die Eulen begannen übernervös, wirkten fahrig und waren unkonzentriert im Abschluss. 2:5 hieß es nach zehn Minuten, das ließ sich als Fehlstart vor den 1563 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle einordnen.

Ein Schweizer rüttelt die Eulen wach

Es war Nicolas Waldvogel, der Ludwigshafen weckte, der seiner Mannschaft Stabilität verlieh. Seit September ist der Schweizer bei den Eulen, am Montag zeigte er in den ersten 30 Minuten seine bislang beste Leistung für den Zweitligisten. „Ich habe meine Chance gesehen und sie genutzt. Ich hoffe, dass es jetzt so positiv weitergeht“, betonte er. Waldvogel traute sich, überzeugte mit seinem kernigen Wurf, setzte auch immer wieder Kreisläufer Freddy Stüber in Szene.

Kian Schwarzer (links) und Nicolas Waldvogel atmen auf – die Eulen Ludwigshafen haben vorerst den Abstiegsplatz verlassen.
Kian Schwarzer (links) und Nicolas Waldvogel atmen auf – die Eulen Ludwigshafen haben vorerst den Abstiegsplatz verlassen.

Waldvogel war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Eulen den 2:5-Rückstand in eine 12:9-Führung drehten. Er kam früh, weil Mex Raguse nach zehn Minuten das Feld verließ und sich kurz behandeln ließ.

Freddy Stüber trumpft auf

Die HSG Nordhorn-Lingen konnte bis zur Pause ausgleichen, da Kian Schwarzer das 13:10 verpasste und Freddy Stüber völlig frei bei 12:12 den Ball über das Tor warf. Dennoch: Stüber spielte großartig, erzielte das 9:7 mit dem allerletzten Einsatz. Stüber rackerte in der Abwehr für Zwei. Der Routinier war mit Mats Grupe der beste Mann auf dem Feld, warf sieben Tore. Grupe war der Rückhalt. Er war ein großer Faktor, ein Faktor, den die Eulen zuletzt nicht hatten. Grupe gelangen 15 Paraden.

Es blieb ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst in der 41. Minute konnten sich die Gastgeber wieder auf zwei Tore absetzen. Nicolas Waldvogel traf. Eine Zeitstrafe für den Schweizer nutzte Nordhorn aus. Auch Kian Schwarzer und Max Haider mussten danach vom Feld. Das Spiel in Unterzahl kostete Kraft, der Rhythmus ging verloren. Die Fehlerquote im Angriff der Eulen war nun hoch. Aber die Mannschaft fing sich, dank: Freddy Stüber. Der 30-Jährige markierte das 21:21 und das 22:21. Die Eulen kämpften, die Eulen bissen, die Eulen siegten, weil Sebastian Trost das 24:22 markierte. Und dann fabrizierte er einen Fehlpass, aber es ging ja gut ...

Im Abstiegskampf gibt es keine Verschnaufpause. Bereits am Freitag geht es für die Eulen weiter: Dann steht das Spiel beim VfL Lübeck-Schwartau an.

Das Restprogramm

  • VfL Lübeck-Schwartau (Auswärtsspiel), TuS Ferndorf (Heimspiel), Bergischer HC (A), VfL Eintracht Hagen (H), HSC 2000 Coburg (A), TuSEM Essen (H), TSV Bayer Dormagen (A), TV 05/07 Hüttenberg(H)
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