Fußball
Dominik Schad auf Vereinssuche: Fithalten beim FCK II
Wer sich in diesen Tagen zum Training der U21 des 1. FC Kaiserslautern an den Fröhnerhof „verirrt“, wird dort ein bekanntes Gesicht sehen, eines mit einer Profi-Vergangenheit beim FCK. Nein, damit ist nicht Jean Zimmer gemeint, der nun im Oberligateam mitspielt. Es ist der 28-jährige Dominik Schad, der sich derzeit auf Vereinssuche befindet und sich seit gut zwei Wochen bei der U21 des FCK fit hält.
Von 2018 bis 2023 spielte der Rechtsverteidiger 100 Mal bei den Profis der Roten Teufel, war Teil des Teams, das 2022 in die Zweite Liga aufstieg. 2023 ging’s zu Preußen Münster, wo ihm ebenfalls der Aufstieg in die Zweite Liga gelang und am letzten Spieltag der vergangenen Saison auch der Klassenverbleib. Doch dann war Schluss in Münster. Der Vertrag wurde nicht verlängert.
Gespür fürs Geschäft
Ganz unvorbereitet traf Schad das Aus aber nicht. „Ich denke, mit den Jahren entwickelt man so ein bisschen ein Gespür dafür, wie es eventuell weitergehen könnte“, sagt der 28-Jährige. „Deswegen es kam jetzt für mich nicht völlig aus dem Nichts.“ Wobei die Hoffnung auf eine Verlängerung aber auch da war, wie er zugibt, „weil ich die letzten acht, neun Spiele am Stück von Anfang an gemacht habe“. Da er aber seinem Gefühl vertraute, habe er schon mal „dem Vermieter gesagt, dass wir die Wohnung kündigen werden“. Wir, das sind seine Frau Franziska und sein sieben Monate alter Sohn Lian.
Wie er dann als Gast bei der U21 des FCK landete, sei schnell erklärt, sagt Schad: „Wir wohnen aktuell übergangsweise bei den Eltern meiner Frau in Worms“, berichtet er. Da sei es eigentlich nur drum gegangen, ob er bei Wormatia Worms oder beim FCK mittrainiert. Und da sei Lautern der Favorit gewesen, „da im Trainerteam mit Alex Bugera oder auch Olli Schäfer und Andi Clauß bekannte Gesichter sind“. Aber auch weil er wisse, wie Bugera trainiere, den er ja noch aus seiner Zeit bei den FCK-Profis als Co-Trainer kennt. „Das passt zu meiner Philosophie, wie ich Fußball spielen will.“ Die Anfrage wurde positiv beschieden. „Dome ist super“, lobt Bugera seinen Trainingsgast. „Der gibt immer 100 Prozent, jedes Training. Das macht Spaß, wenn man so etwas sieht. Da können die Jungs auch von ihm noch etwas lernen.“
Nicht an Transferperiode gebunden
Während Schad am Fröhnerhof trainiert, sondiert sein Berater den Markt. Wirklich abzeichnen tut sich aber derzeit noch nichts. „Im Moment ist es noch ruhig“, berichtet der Profi. „Viele Vereine warten relativ lange. Da wird wahrscheinlich zum Ende der Transferperiode jetzt Ende August noch mal ein bisschen Fahrt reinkommen. Aber: Es kann natürlich im Fußball ganz schnell gehen.“ Ein Vorteil für Schad könnte sein, dass er als vertragsloser Spieler nicht an die Transferperiode gebunden ist. „Wenn es in den September reingeht und vielleicht die ein oder andere Verletzung bei einem Verein kommt, kann es schon sein, dass noch mal eine Tür aufgeht.“
Seine schwere Verletzung, als er sich im FCK-Heimspiel gegen Ingolstadt am 21. Oktober 2020 das Wadenbein brach und den Rest der Saison ausfiel, sieht er selbst auch ein wenig „als Knackpunkt in meiner Karriere“ und begründet: „Damals war ich auf einem guten Weg, Stammspieler in Lautern. Die Verletzung damals war ein großer Einschnitt in die Karriere. Seitdem läuft es nicht mehr so gut, weil auch danach immer wieder Verletzungen kamen. Ich hatte ein paar Seuchen-Jahre.“
Weiter Bock auf Fußball
Dennoch bleibt er positiv, auch weil er nach wie vor Bock auf Fußball hat. „Ich hab in den letzten Jahren genug Negatives erlebt“, sagt er und schiebt mit einem Grinsen nach: „Jetzt wird es wieder Zeit für was Positives.“
Seine Trainingskollegen vom FCK II, von denen er noch Zimmer, Neal Gibs und Shawn Blum kennt, hat er bislang noch nicht bei einem Spiel gesehen. Aber das könnte sich am Freitag (19 Uhr) ändern, wenn die U21 beim FK Pirmasens spielt. Diese Partie hat Schad jedenfalls auf dem Zettel: „Das ist, denke ich, eins der interessantesten Spiele“, sagt er. „Ich kenne ja den FKP auch aus Spielen mit dem FCK, damals im Verbandspokal. Pirmasens hat jetzt eine richtig gute Truppe. Das hat man ja im Pokal gegen den HSV gesehen. Das wird sicher ein sehr spannendes Spiel.“
