FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Die Stimmen zum Derby: Warum der Schiri hohen Blutdruck hatte

Alles im Griff: Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin.
Alles im Griff: Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Ein erfahrener Schiri mit hohem Blutdruck, ein gefühlter Verlierer und Freude über die Atmosphäre: So redeten die Beteiligten nach dem Südwestderby in der Dritten Liga zwischen dem SV Waldhof und dem 1. FC Kaiserslautern.

Der Unparteiische spürte die Besonderheit des Derbys in sich. „Mein Blutdruck war heute höher als bei meinen letzten internationalen Einsätzen“, sagte Deniz Aytekin und schmunzelte. Der Fifa-Referee aus Oberasbach hatte Spaß an dem Drittliga-Kick. „Ich war noch nie in Mannheim“, sagte der 43-Jährige, der die Atmosphäre im Stadion in sich aufgesaugt hatte: „Endlich wieder Zuschauer, das hat so lange gefehlt.“

Aytekin war der beste Mann auf dem Platz, was nicht überraschte, schließlich pfeift der Schiedsrichter in der Regel in der Bundesliga oder in der Champions League. Er sorgte dafür, dass die Spieler sich ausnahmslos mit Fußballspielen beschäftigten. „Es kommt immer auf die Kommunikation an“, erklärte Aytekin seine „Taktik“ für das Duell der Erzrivalen.

Boyd fühlt sich als Verlierer

Immer wieder tauschte sich der Unparteiische auch mit Terrence Boyd aus, der im Gegensatz zu seinen Kollegen vom FCK enttäuscht vom Platz stiefelte. „Ich hätte dem Team den Sieg schenken müssen und eine ganze Region stolz machen können“, sagte der Stürmer, der in der 55. Minute frei stehend die beste Möglichkeit der Lauterer hatte – und die Kugel überhastet über das Tor schoss. „Gefühlt bin ich der einzige Verlierer heute.“

Bei den Mannheimern vermischten sich Zufriedenheit mit der eigenen Leistung und Ärger über den verpassten Sieg. „Wenn wir heute drei Punkte holen, darf sich der FCK nicht beschweren“, sagte Dominik Martinovic. Der beste Torschütze des SVW (11 Saisontreffer) spielte in der ersten Hälfte über die rechte Seite, weil „Lautern im Zentrum sehr kompakt ist und wir über außen was bewegen wollten“. Der Plan ging nicht komplett auf, nach der Pause rückte Martinovic wieder in die Angriffszentrale.

Costly findet Kulisse „überragend“

Dort blieb der Stürmer aber auch ohne Treffer, sodass der große Aufwand nicht zum Sieg reichte. Für die Herangehensweise an die kommenden Wochen änderte das Resultat aber nichts: „Wir gehen all-in in jedes Spiel, wir wollen immer einen Dreier holen.“

Hinsichtlich der äußeren Umstände der Partie vor 19.000 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion war Rechtsverteidiger Marcel Costly einer Meinung mit Schiri Aytekin: „Die Kulisse war überragend.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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