Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Rhein-Neckar Löwen greifen in der Rolle des Herausforderers an

XL-Gruppenfoto: Mike Jensen, Lukas Sandell, Co-Trainer Michel Abt, Sportchef Uwe Gensheimer, Geschäftsführer Holger Bachert, Tra
XL-Gruppenfoto: Mike Jensen, Lukas Sandell, Co-Trainer Michel Abt, Sportchef Uwe Gensheimer, Geschäftsführer Holger Bachert, Trainer Maik Machulla, Torwarttrainer Patrick Jahnke, Dani Baijens, Robert Timmermeister, Gino Steenaerts, Haukur Thrastarson, Edwin Aspenbäck und Mathias Larson (von links).

Es war ein heiteres Personenraten am Mittwoch im Sportzentrum in Kronau. Wer könnte denn das sein? Die Rhein-Neckar Löwen haben gleich acht neue Spieler verpflichtet.

Nach dieser bemerkenswerten Zäsur nannten die Verantwortlichen der Rhein-Neckar Löwen kein konkretes Saisonziel bei der Saisoneröffnungspressekonferenz. „Wir haben den Anspruch, Herausforderer zu sein“, sagte Sportchef Uwe Gensheimer, der einen turbulenten Sommer hinter sich hat. Zu guter Letzt verließen ja auch noch Mikael Appelgren und Ivan Martinovic den Klub Richtung Veszprém. Acht Neuzugänge stießen zu dem Verein.

Eine komplett neue Mannschaft

„Es ist eine komplett neue Mannschaft, die sich gerade aufstellt. Ein Hauptansatz ist die Abwehr. Das ist die Zielstellung von allen Trainern. Wir wollen nicht nur viele Tore erzielen, sondern auch attraktiven Handball spielen. Ich bin ein Fan davon, dass es schön aussieht“, sagte Trainer Maik Machulla, nach einem Intermezzo in Dänemark bei Aalborg HB nun wieder in der Bundesliga ist. Lange arbeitete er in Flensburg. „Wir wollen eine Identität haben, sodass die Leute sagen: So spielen die Löwen.“ Machulla hält nichts davon, die neue Mannschaft mit überzogenen Forderungen zu beladen. Er will dem Team keinen großen Rucksack aufsetzen. „Ich bin ein ambitionierter Trainer, deshalb machen wir das alles. Wir opfern viel Zeit. Diese Mannschaft hat es verdient, miteinander zu wachsen, miteinander zu spielen“, sagte er.

Bekanntester Neuzugang ist der Niederländer Dani Baijens, dem eine wichtige Rolle zukommt. Er ist einer der Mittelmänner. „Ich habe noch nicht einen Gedanken daran verschwendet, der Nachfolger von Juri Knorr zu sein“, betonte der 27-Jährige. Mit seinen Einsatzzeiten bei Paris Saint-Germain war er nicht zufrieden. Auf den letzten Drücker kamen aus Veszprém Lukas Sandell und Torhüter Mike Jensen, der Größte im Kader. „Ich hoffe, dass wir es hinkriegen, da hinzukommen, wo die Löwen einmal waren“, sagte der Keeper.

Ein typischer Schweizer?

„Es ist nie leicht, zu einem neuen Verein zu kommen. Auf der anderen Seite ist auch schön, dass man zusammen beispielsweise ein Konto eröffnen kann“, sagte Gino Steenaerts. „Spätestens jetzt wissen wir, dass du ein Schweizer bist“, scherzte Pressesprecher Rüdiger Ofenloch.

Rückkehrer bei den Löwen sind Robert Timmermeister, Co-Trainer Michel Abt, der bei dem Klub spielte, das Drittliga-Team trainierte und kurzfristig als Assistent aushalf sowie Patrick Jahnke, der Förderer von Torhüter David Späth. „Wir wollen in Kronau eine Torhüterhochburg bauen“, sagte Jahnke und hat dabei auch weiterhin Talent Mats Grupe von den Eulen Ludwigshafen im Blick, wie er auf Anfrage dieser Zeitung sagte.

Die acht Neuen

Das sind die Neuzugänge: Dani Baijens (Paris Saint-Germain), Edwin Aspenbäck (TTH Holstebro), Gino Steenaerts (HC Kriens-Luzern), Haukur Thrastarson (Dinamo Bukarest), Mathias Larson (Elverum Håndball), Robert Timmermeister (HBW Balingen-Weilstetten), Mike Jensen und Lukas Sandell (One Veszprém HC).

Beim Patrick-Lengler-Cup am Freitag und am Samstag startet der Testspielreigen. Zunächst wartet die HG Oftersheim/Schwetzingen.

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