Kommentar
Die Bayern-Krise spiegelt sich in der Nationalmannschaft
Als die deutsche Nationalmannschaft versuchte, sich im dritten Vorrundenduell bei der Weltmeisterschaft für das Achtelfinale zu qualifizieren, was trotz eines 4:2-Sieges gegen Costa Rica misslang, glich die Startformation einer Auswahl des FC Bayern München. Sieben Spieler vom deutschen Serienmeister standen auf dem Feld, die Bayern bildeten keine Achse, sie bildeten das Team – mit ein wenig Unterstützung von außen.
Der Bayern-Block ist geschrumpft
Das war vor knapp vier Monate und ist doch lange her.
Mit Joshua Kimmich stand gegen Peru nur ein in München unter Vertrag stehender Profi in der Startformation. Angesichts von Verletzungen, Formschwächen und verordneten Pausen der übrigen Bayern-Cracks bedeutet das nicht automatisch eine Trendumkehr, aber es spiegelt doch die aktuelle Leistungskurve der Bayern wider. Das gilt für die von Borussia Dortmund im umgekehrten Fall ebenso. Drei Borussen spielten gegen Peru von Anfang an, Rückkehrer Emre Can und Debütant Marius Wolf stehen für das Hoch, in dem sich die Dortmunder gerade befinden.
Die Nationalmannschaft ist ein Bild der Bundesliga. Das galt in der Vergangenheit und gilt im Moment in erstaunlicher Klarheit ebenso. Ob daraus ein dauerhafter Zustand wirkt, liegt in erster Linie am FC Bayern und seinen deutschen Nationalspielern.
