Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Derby-Zeit in der Dritten Liga

Ein Schwergewicht verstärkt den TuS Dansenberg: Jugendnationalspieler Nils Röller
Ein Schwergewicht verstärkt den TuS Dansenberg: Jugendnationalspieler Nils Röller

Die vier pfälzischen Handballvereine treffen sich in der Mitte, genauer gesagt in der Staffel Mitte. Der TuS Dansenberg will vorne mitspielen, die TSG Haßloch schnelle Sicherheit, der TV Hochdorf die Klasse halten und der SV 64 Zweibrücken viel Freude haben.

Dansenberg: In der Breite top

Nach drei Jahren in der Süd-Staffel wurde der TuS Dansenberg erstmals seit dem Aufstieg der Staffel Mitte zugewiesen. Trotz des Verlustes von Top-Torjäger Alexander Schulze (TVB Stuttgart) und Abwehr-Ass Christopher Seitz (Karriereende) wollen die Westpfälzer auch in der neuen Saison wieder um die vorderen Plätze mitspielen. Neu an Bord sind Marco Holstein (Dansenberg II) und Rückkehrer Felix Dettinger (SV 64 Zweibrücken), die den Kader in der Breite verstärken sollen. Das luxemburgische Toptalent Raphael Guden, Jugendnationalspieler Nils Röller (TSG Haßloch) und die beiden ebenfalls drittligaerfahrenen Spieler Julius Rose (Handball Lippe) und Niklas Schwenzer (TV Hochdorf) komplettieren den aktuellen Kader. Gesucht wird noch ein Rückraumspieler. „Es wird sicher noch der ein oder andere Spieler auf den Markt kommen, mit dem man jetzt noch nicht rechnet. Wenn es dann sportlich und menschlich passt, wäre ich sehr froh“, will Trainer Steffen Ecker nichts überstürzen.

Haßloch: Früh sicher sein

Die Zielsetzung der TSG Haßloch ist auch nach dem Wechsel von der Süd- in die Mitte-Staffel gleichgeblieben. „Frühzeitig den Klassenerhalt absichern“, nennt Thomas Müller, der neue Mann an der Seitenlinie, das Vorhaben der „Bären“. Erstmals übernimmt der 56-Jährige neben seiner Position als Sportlicher Leiter mit dem gleichzeitigen Umzug in die legendäre Pfalzhalle auch das Traineramt seines Vorgängers Tobias Job. Dabei kann der ehemalige Zweitliga-Spieler auf den Kern der Mannschaft sowie die beiden Kapitäne Kevin Seelos und Stefan Job zurückgreifen. Fünf Abgänge musste er aber ersetzen. Oliver Zeller und Dominik Hartstern haben ihre Karriere beendet, Ales Muhovec schloss sich der HSG Worms an, Junioren-Vizeweltmeister Nils Röller will sich bei TuS 04 Dansenberg weiterentwickeln, und Florian Pfaffmann kehrt zu seinem Heimatverein TV Offenbach zurück. Fünf Neuzugänge sind gekommen, davon drei Akteure mit Drittliga-Erfahrung. Torhüter Marco Bitz und Theo Surblys stießen von der insolventen SG Nußloch, die Gebrüder Julius und Konstantin Herbert (beide HSG Worms) zur TSG Haßloch. Jan Triebskorn kam vom TVG Großsachsen.

Hochdorf: Torhüter sind stark

„Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, erklärt Björn Friedrich als Trainer des TV Hochdorf. Er stapelt dabei keineswegs tief. Mit Tim Götz und Niklas Schwenzer haben wichtige Stützen den Verein verlassen, und mit Kapitän Daniel Lanninger verloren die Hochdorfer zudem noch eine ganze Menge Emotionalität. Gut, dass zumindest das Torhüterduo mit Thomas Bollinger und Roko Peribonio höchsten Ansprüchen genügt. „Wir müssen über Leidenschaft, Wille und Geschlossenheit kommen“, nennt der Trainer das Rezept für die Saison in der Staffel Mitte der Dritten Liga. Außerdem sieht er die Fitness als zusätzliches Plus seines insgesamt sehr jungen Kaders, zu dem nach dem Scheitern der Hochdorfer in der Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga auch die stärksten Spieler der Jahrgänge 2001/02 gehören. Die Zugänge des TVH: Dymal Kernaya (TVG Großsachsen), Leonnard Pfeil, Dominic Hopp (beide VTV Mundenheim), Steffen Dietz (HSG Worms), Jona Eschbach (TV Hochdorf II), Nils Mader, Mika Schwenken, Jonas Böckly und Simon Leigner (eigene A-Jugend).

Zweibrücken: Götz verletzt

Nach zwei Spielrunden in der Oberliga kehrt der SV 64 Zweibrücken in die Dritte Liga zurück. Bis zum Abbruch der vergangenen Spielrunde hatte der Meister eine überragende Saison gespielt. Trainer Stefan Bullacher setzt auf seine eingespielte Mannschaft, die auf der Spielmacherposition durch Tim Götz, der vom Ligarivalen TV Hochdorf nach Zweibrücken wechselte, verstärkt wird. Im Auftaktspiel am Samstag beim HSC Bad-Neustadt muss Götz allerdings passen: Er hat sich im Training eine Kopfwunde gezogen. „Das wird bis Samstag nicht reichen“, sagt Bullacher zum Heilungsprozess, Neuer Gespannpartner von SV-Stamm-Torwart Marko Ivankovic ist Alexander Dörr, der von der VTZ Saarpfalz kam. „Wir freuen uns auf die Dritte Liga“, sagt Bullacher. In Zweibrücken ist man mit der Staffeleinteilung zufrieden. „Wir haben alle Derbys“, freuen sich der SV-Coach und die Mannschaft. Mit den Meistertugenden mannschaftlicher Geschlossenheit, Siegeswillen, guter Abwehrarbeit will die, was die Körpergröße anbelangt, im Schnitt wohl kleinste Mannschaft in der Liga, den „Großen“ Paroli bieten.

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