Kommentar
Der Sportbund Pfalz als Fels in der Brandung
Wie ein Fels in der Brandung stand und steht der Sportbund Pfalz inmitten dieser Pandemie – als Motivator und Organisator, als Kümmerer oder als Rechtsbeistand für seine über 2000 Vereine. Der bundesweite Trend zeichnete sich auch in der Pfalz ab: 4,25 Prozent ihrer Mitglieder haben die Vereine verloren, die Anzahl sank von 502.000 im Jahr 2020 auf 481.000 im Jahr 2021. Aber nicht, weil die Menschen aus den Vereinen austraten, sondern weil aufgrund mangelnder Aktivitäten keine neuen Mitglieder gewonnen werden konnten, vornehmlich im Kindesalter nicht.
Ein Signal, das nicht nur die Vereine direkt betraf, sondern direkt in die Gesellschaft zielte. Gerade meldeten Krankenkassen, dass im ersten Coronajahr mehr Kinder und Jugendliche als zuvor wegen Adipositas und Depressionen ärztlich behandelt wurden. Sport und Spiel, Bewegung und Geselligkeit in Vereinen können dem entgegenwirken, können den Stillstand stoppen. Erfreulich: Es sieht so aus, als sei der Abwärtstrend im zweiten Pandemiejahr schon angehalten.
Die Politik hatte das Dilemma des organisierten Sports und der Menschen verstanden und mit Soforthilfeprogrammen reagiert. Aber auch der Sport in Rheinland-Pfalz überzeugte mit einer Mitgliedergewinnungskampagne, die in der Pfalz sogar noch erfolgreicher lief als etwa in Rheinhessen oder im Rheinland. Der Sportbund Pfalz mit seinem Geschäftsführer Martin Schwarzweller, der nach 27 Jahren in den Ruhestand geht, haben ganze Arbeit geleistet. Er übergibt einen stark aufgestellten Sportbund.
