Sportbund Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel 2021 – ein hartes, intensives Jahr in der Pandemie

Die Masken fallen, die Hoffnung auf unbeschwertes Rennen im Wettkampf keimt.
Die Masken fallen, die Hoffnung auf unbeschwertes Rennen im Wettkampf keimt.

Die eine geht, der andere kommt, aber die Herausforderungen und die Aufgaben, die Freude am gemeinsamen Gelingen, all das bleibt: Der Sportbund Pfalz ist in der Pandemie stark geblieben und wird unter neuer Führung auch 2022 der bewährte Dienstleister für die Sportvereine sein.

Elke Rottmüller, die Präsidentin des Sportbundes Pfalz, kann am 21. Mai in Rockenhausen ruhigen Gewissens ihre Abschiedsrede halten. Nach vier Jahren gibt sie ihr Amt wieder ab, sie führte den Dachverband der pfälzischen Sportvereine zuletzt unaufgeregt durch die Coronavirus-Pandemie. Dafür gab sie am Dienstag ihr Lob für die Rückendeckung und ihren Dank unmittelbar an die Geschäftsstellenmitarbeiter weiter.

Sie weiß aber auch mit ihrem Umzug an den Bodensee: Egal, ob Rudolf Storck oder Ulrich Becker, die die derzeit bekannten Kandidaten sind, bei der Mitgliederversammlung in zehn Wochen zu ihrem Nachfolger gewählt wird, die Sportvereinsmitglieder, das sind immerhin ein Drittel der Pfälzer, bekommen eine starke seriöse Führung. Und der neue Präsident wiederum kann auch mit dem Wechsel im Amt des Geschäftsführers von Martin Schwarzweller zu Asmus Kaufmann auf Kontinuität setzen.

„Viele Gespräche und Entscheidungen waren angstbesetzt“

Bei ihrer letzten Jahrespressekonferenz am Dienstag in der Geschäftsstelle in Kaiserslautern ging Rottmüller sehr offen mit der Herausforderung um, die dem organisierten Sport vom Coronavirus gestellt wurden. „Viele Gespräche und viele Entscheidungen waren angstbesetzt, und wir spürten stets, wie sehr uns allen in den Vereinen die Kontakte fehlten und auch die dem Vereinssport vertraute beschwingte Atmosphäre“. Sie bekannte: „Es war ein hartes, intensives Jahr für den Sportbund.“

Es war klar: Den Vereinen musste geholfen werden. Zum einen gab es die sogenannte Soforthilfe mit maximal 12.000 Euro für einen vor der Insolvenz stehenden Verein, die das Land als Schutzschild für die Vereine angeboten hatte. Von den 127 Anträgen wurden 76 bewilligt und 51 angelehnt. „Ein Wust von Bürokratie“ nannte das Rottmüller, „aber wir wollten helfen und wir haben geholfen“.

Es griff aber auch eine Mitgliedergewinnungskampagne des rheinland-pfälzischen Sports, die bundesweit vom Deutschen Olympischen Sportbund initiiert worden war und in der der Sportbund Pfalz sehr erfolgreich voranging.

161.000 Euro an Vereine weitergegeben

Vereinsaktionen wurden mit je 400 Euro belohnt, pro gewonnenes neues Mitglied im Alter bis zu zehn Jahren bekam ein Verein 15 Euro. 161.000 Euro konnte der Sportbund Pfalz weitergeben. Im Vergleich: Der Sportbund Rheinhessen belohnte mit 85.000, der Sportbund Rheinland mit 99.000 Euro.

Rottmüller und der bereits die Geschäfte führende Asmus Kaufmann, der am 1. April vom Stellvertreter zum Chef aufsteigt, betonten das Engagement des Dachverbandes hinsichtlich der Impfappelle. Kaufmann: „Uns war es auch wichtig, die Amtssprache, den Jargon, aus den Corona-Landesverordnungen für unsere Mitglieder zu übersetzen.“ Die drei regionalen Sportbünde hätten gemeinsam mit dem Ton angebenden Landessportbund an einem Strang gezogen.

Kaufmann sagte, es sei auch ein Ziel gewesen, gerade 12- bis 17-Jährige mit dem Einsatz der Impfbusse zu erreichen: „Da haben wir wirklich Gutes getan.“

Bildungsarbeit auch online erfolgreich

Ein starker Eckpfeiler blieb trotz der Pandemie die Bildungsarbeit, die aus einer kleinen Delle im Jahr 2020 wieder herausfand. 4767 Plätze in der Fortbildung waren besetzt, damit lag man im Trend der letzten zehn Jahre. Auffallend, dass sehr viel jüngere Menschen sind an der Aus- und Fortbildung interessierten, vielleicht auch, weil vieles online angeboten wurde.

Mit Sicherheit eine Präsenzveranstaltung indes werden die European Championships im August in München, mit der die Sportjugend Pfalz mit 35 jungen Menschen als Zuschauer vor Ort sein will. Die Anmeldung läuft, es gibt noch freie Plätze. Vielleicht ist ja dieses Angebot der Lichtblick dafür, das es weitergeht.

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