FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Der Neustart – für FCK-Trainer Boris Schommers eine Wundertüte

Brennt mit seinen Kollegen auf den Neustart: Der Lauterer Mittelfeldspieler Janik Bachmann, hier beim 1:1 im Hinspiel gegen Magd
Brennt mit seinen Kollegen auf den Neustart: Der Lauterer Mittelfeldspieler Janik Bachmann, hier beim 1:1 im Hinspiel gegen Magdeburg. Rechts: FCM-Kapitän Christian Beck.

Es geht wieder los für Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern. Trainer Boris Schommers sieht dem Neustart nach der Zwangspause optimistisch entgegen. Die Roten Teufel haben am Samstag (14 Uhr) beim 1. FC Magdeburg gleich eine wichtige Partie vor der Brust. Die Spieler haben im Vorfeld ein Signal gesendet.

Für Boris Schommers ist er eine Wundertüte, der Neustart in der Dritten Liga. „Aber das ist er für alle Mannschaften. Man hatte eine andere, ungewöhnliche Vorbereitungszeit. Flexibilität war gefragt“, sagt der Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Er weiß – und das war auch beim Neustart der Bundesliga sowie Zweiten Liga zu sehen –, dass es gerade, was die Abstände zwischen Spielern, zwischen Mannschaftsteilen betrifft, in der einen oder anderen Situation noch haken kann. Die Mannschaft werde sich in den Spielen wieder das Wettkampfgefühl holen müssen. Was nicht heißt, dass der Übungsleiter vorab nach Ausreden suchen möchte: „Es wird auch darauf ankommen, dass du die Tugenden auf den Platz bringst, um solch ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Das erwarte ich von meiner Mannschaft ab der ersten Minute.“

2020 noch ohne Sieg

Und seine Spieler, sie sehnen den Neustart herbei, wie der 41-jährige Fußballlehrer betont. „Die Mannschaft ist heiß.“ Heiß darauf, den ersten Liga-Sieg im Jahr 2020 einzufahren. Vor der coronabedingten Zwangspause standen da fünf Unentschieden und zwei Niederlagen. Mit 34 Punkten belegt der FCK Platz 14 – einen Zähler vor den Magdeburgern, zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. „Uns ist die tabellarische Situation bewusst“, betont der Trainer.

Er will das Glas aber auch nicht halb leer sehen. Die Zeit habe man genutzt, um die Spiele vor der Pause aufzuarbeiten, habe den Spielern Hilfestellungen gegeben, um in der einen oder anderen Situation „etwas konsequenter, cleverer und abgebrühter zu spielen“ und nicht noch zwei Punkte kurz vor Schluss aus der Hand zu geben wie beim 1:1 in Mannheim oder zuletzt beim 3:3 gegen Meppen.

Magdeburg „schwer auszurechnen“

Der samstägliche Gegner ist für Schommers „schwer auszurechnen“. Natürlich haben er und sein Team die Magdeburger analysiert – nachdem Claus-Dieter Wollitz dort das Traineramt übernommen hat, hat der FCM in verschiedenen Systemen gespielt. „Es ist eine Mannschaft, die eigentlich immer sehr gut verteidigt, die wenige Tore zulässt. Sie stehen sehr gut gegen den Ball“, sagt der Lauterer Übungsleiter. „Darüber hinaus haben sie den einen oder anderen Schlüsselspieler in ihren Reihen.“ Schommers nennt hier den Strategen Jurgen Gjasula im Aufbauspiel, in der Offensive zudem Christian Beck und Sören Bertram, die jeweils zehn Tore erzielt haben. „Wir werden auf sie aufpassen müssen. Grundsätzlich wird es aber darum gehen, in dieses Spiel gut reinzukommen. Darauf liegt der Fokus.“

Dafür wurden im Fritz-Walter-Stadion auch Geisterspiele simuliert. Anfang der Woche wurde elf gegen elf gespielt. Ergebnis? „1:0 für weiß“, sagt der Trainer schmunzelnd. Die Spieler sollten ein Gefühl dafür bekommen, was sie in Magdeburg erwartet. Wer beim Neubeginn in der Startelf stehen wird, da lässt sich Schommers nicht in die Karten schauen. Er betont aber: „Der eine oder andere Spieler hat sich aufgedrängt. Die Mannschaft wird fit sein, wird auf dieses erste Spiel brennen.“

Elf Spiele stehen den Roten Teufeln in den kommenden fünf Wochen bevor. „Das ist mehr als Champions League“, weiß der 41-Jährige. „Kein Spieler wird bei dieser Belastung durchspielen können.“ Er kündigt an, dass er bereits kommenden Mittwoch im Heimspiel gegen den TSV 1860 München (20.30 Uhr) den einen oder anderen Wechsel vornehmen wird.

Auf Geld verzichtet

Kurz vor dem Neustart hat die Mannschaft der Roten Teufel ein Signal hinsichtlich der Bewältigung der finanziellen Folgen der Krise gesendet. In den kommenden Monaten werden die FCK-Profis demnach kollektiv auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Wir als Mannschaft haben uns mit der Vereinsführung darauf geeinigt, (...) auf einen Teil unseres Gehaltes zu verzichten. Gerade in dieser schwierigen Zeit rund um die coronabedingte Krise ist es, so denken wir, ein sehr wichtiges und gutes Zeichen, dass man beim FCK Hand in Hand arbeitet und alles dafür tut, dass der Verein und alle Beteiligten so gut es geht aus dieser Krise kommen“, zitiert der FCK in einer Pressemitteilung das Team.

„Der jetzige Gehaltsverzicht ist in der aktuellen Situation alles andere als selbstverständlich und ein bemerkenswertes Zeichen unserer Spieler“, lassen Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und Sportdirektor Boris Notzon wissen und bedanken sich bei der Mannschaft.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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