Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der nächste Coup: Rhein-Neckar Löwen gewinnen das Derby bei Frisch Auf Göppingen

ÜberfliegerLöwen-Spieler Albin Lagergren versucht, sich gegen Göppingens Tim Kneuele durchzusetzen.
ÜberfliegerLöwen-Spieler Albin Lagergren versucht, sich gegen Göppingens Tim Kneuele durchzusetzen.

Die Rhein-Neckar Löwen bleiben in der Erfolgsspur. Die Mannschaft gewinnt bei Frisch Auf Göppingen mit 27:25. In den letzten Minuten kippt die Partie.

Das war ein hartes Stück Arbeit. Das war ein umkämpftes Derby. Erst auf der Zielgeraden waren die Löwen richtig da. Sie blieben ruhig. Und schlugen zu. Schon in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft nicht die in dieser Saison so oft ausgestrahlte Souveränität. Trainer Markus Baur, der die kriselnde Göppinger Mannschaft Ende November für Hartmut Mayerhoffer übernahm, hatte sich eine Marschroute überlegt.

Exzellentes Rückzugsverhalten

Vor allem hatte er seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, die Löwen nicht in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen zu lassen. Das Rückzugsverhalten war exzellent. Frisch Auf machte folglich das Spiel langsam, was ja auch schon der Halbzeitstand von 14:13 verriet. Kurz vor der Pausensirene verwandelte Linksaußen Marcel Schiller spektakulär zur Führung für Göppingen.

Starker Sego

Die Löwen hatten dennoch bis zum 8:7 alles in Griff. Sie waren sogar in der Lage, klarer davon zu ziehen. Beim Stand von 8:7 gab es einen kleinen Bruch im Spiel, und das in Überzahl, Kresimir Kozina kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe. Auffälligster Akteur der Göppinger war Marin Sego, der 37-jährige Torhüter aus Bosnien-Herzegowina. Er zeigte etliche Paraden, hielt seine Sieben im Spiel und ermöglichte ihr gar die Führung.

Lagergren als Siebenmeterschütze

Göppingen blieb lange vorne, obgleich das Team am Dienstag noch bei Tatran Presov in der European League spielte (und 28:26) gewann. Das Spiel der Löwen blieb einfach zu fehlerhaft, ihnen fehlte die Leichtigkeit. Kreisläufer Jannik Kohlbacher hatte zunächst kein Wurfglück, auch Juri Knorr ließ sich von der allgemeinen Unsicherheit anstecken. Nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit verwarf der in dieser Saison überragende Spielmacher tatsächlich zwei Siebenmeter nacheinander – er scheiterte an Daniel Rebmann.

Als Göppingen gar das 21:18 gelang, das war die erste Drei-Tore-Führung, nahm Löwen-Trainer Sebastian Hinze die nächste Auszeit. Torhüter Joel Birlehm machte es nun gut, parierte einen Siebenmeter – und die Löwen waren beim 22:22 wieder im Rennen. Albin Lagergren verwandelte in Unterzahl einen Siebenmeter. Das beflügelte den Halbrechten, er markierte gleich das 23:22. Jannik Kohlbacher fing einen Ball ab, Pass auf Niclas Kirkelökke, Tor, 24:22. Als Benjamin Helander das 26:24 erzielte, war die Partie gelaufen. „Am Ende sind wir ins Tempospiel gekommen. Wir werden unseren Weg weitergehen. Wir haben Bock, so weiterzumachen“, sagte Trainer Sebastian Hinze.

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