Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Der nächste Alleingang der Bayern?

Robert Lewandowski.
Robert Lewandowski.

Der FC Bayern München sorgt für klare Verhältnisse. Das 4:1 beim Gipfeltreffen in Leipzig war eine Demonstration.

Ein neuer Trainer. Eine neue Abwehr. EM-Fahrer, die sehr spät ins Training einsteigen. Und dennoch: Der FC Bayern hat am vierten Spieltag mit dem 4:1-Sieg bei Verfolger und Herausforderer RB Leipzig schon früh ein Ausrufezeichen gesetzt. Am 3. April war das noch anders. Da war RB Leipzig die bessere Mannschaft, die Bayern hatten in der Rückrunde viel Glück, dass sie das 1:0 mit nach Hause nahmen und letzte Zweifel an der nächsten deutschen Meisterschaft zerstreuten. Damals wie am Samstag ein Problem: die Abschlussschwäche von RB. Da sind die Bayern einfach einen Tick abgebrühter.

Viel Qualität verloren

Klar: RB hat mit Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer sehr, sehr viel Qualität verloren, vor allem Kapitän Sabitzer war die zentrale Figur im Spiel des Vize-Meisters. Aber der Österreicher wollte partout weg, die Münchner griffen zu. Sabitzer kann eine wichtige Alternative zu Joshua Kimmich und Leon Goretzka werden, Corentin Tolisso ist das immer noch nicht, der Franzose ist wieder verletzt. Der Einstand des neuen Trainers Jesse Marsch ist durchwachsen.

Spektakel in Leverkusen

Die Bundesliga kämpft um ihre Fans, da tun solche Spiele wie die Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund gut. Beim 4:3 des BVB zeigten beide Mannschaften ein Offensiv-Spektakel. In der Form ist die Borussia der Herausforderer Nummer eins der Bayern. Dass Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic gestern den BVB ein bisschen attackierte, weil Marco Reus nach dem Sieg gegen Armenien von der Nationalmannschaft abreiste – wie überflüssig. Die Reaktion aus Dortmund war geharnischt. Bundestrainer Hansi Flick, vor gar nicht allzu langer Zeit Trainer des FC Bayern, wird schon den Überblick haben, wen er wann wohin entsenden kann. Im Titelkampf gibt es ein paar Nebengeräusche. Ach du liebe Zeit!

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