Fussball
Der Frust überwiegt beim SV Waldhof
Der Frust überwog nach einer überzeugenden Leistung und dem 1:1 (0:0) gegen die Ostwestfalen beim SV Waldhof angesichts von nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen. „Das ist eine Leistung, auf der wir aufbauen können“, sagte Jan-Christoph Bartels, der mit seinen Paraden dafür sorgte, dass die Arminia bei ihren guten Chancen Mitte der zweiten Halbzeit nicht mehr als nur den Ausgleich durch den eingewechselten Daniel Gabriel Sumbu erzielte (79.).
Dass die Arminia den Ausgleich markierte, lag indes vor allem an der Abschlussschwäche des SV Waldhof, der bis auf den Treffer durch Kelvin Arase (60.) richtig gute Chancen vergab. Allein Maximilian Thalhammer traf in der Anfangsphase und in der Nachspielzeit nur den Pfosten. Samuel Abifade hatte ebenfalls mehrfach einen Treffer auf dem Fuß.
Wieder bleibt ein Elfmeter-Pfiff aus
Mannheim haderte einmal mehr mit einem ausgebliebenen Elfmeter-Pfiff, als Abifade nach schönem Zuspiel von Arase bei seinem Schuss von Mael Corboz weggegrätscht wurde. Eine durchaus strittige Entscheidung von Schiedsrichter Martin Petersen.
„Natürlich überwiegt jetzt erstmal der Frust. Wir haben drei, vier gute Spiele gemacht, in denen wir gefühlt immer den Sieg hätten mit nach Hause nehmen müssen. Wir nehmen den Punkt mit in die Winterpause und müssen daran anknüpfen“, sagte Lukas Klünter, der gegen die Arminia in die Innenverteidigung gerückt war.
Die Verteidiger Malte Karbstein und Sascha Voelcke hatten aufgrund von Infekten zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Dafür wechselte Henning Matriciani auf die linke Abwehrseite, Seyhan Yigit spielte rechts hinten.
Nicklas Shipnoski enttäuscht
Auch Nicklas Shipnoski zeigte sich angesichts der Punktausbeute zunächst enttäuscht: „Wir haben gegen die drei Top-Teams gespielt und nur einen Punkt geholt, obwohl wir in den drei Spielen die bessere Mannschaft waren. Das tut schon weh.“ Die Auftritte der Mannschaft würden ihm aber Mut machen, dass der SV Waldhof eine deutlich bessere Rückrunde spielen wird. Die Hinrunde endete nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug durch den Trainerwechsel dann doch nur knapp über den Abstiegsplätzen.
„Wie ich hier angefangen habe, wäre ich relativ zufrieden gewesen, dass wir jetzt über dem Strich sind. Wir müssen realistisch sein, dass wir in der Liga nicht durchmarschieren“, meinte Trainer Bernhard Trares. Übernommen hat er den SV Waldhof nach fünf Spieltagen mit zwei Punkten als Tabellenletzter. Die Punktausbeute aus den jüngsten drei Spielen würde weh tun. Doch: „Ein Fußballer will natürlich Ergebnisse haben, aber die Mannschaft geht in die richtige Richtung und kann gegen die ersten drei, vier Mannschaften mithalten.“
Boyds Fehlen deutlich erkennbar
Gerade zu Spielbeginn merkte man bei den Flanken, dass Terrence Body fehlte, der mit seinem Mittelfußbruch rund drei Monate ausfällt. Daher geht es nun darum, in der Winterpause Verstärkungen zu bekommen.