Kommentar
Der FK Pirmasens und seine offenen Baustellen
Fußballtrainer, deren Mannschaften auf einem Abstiegsrang stehen, können sich ihres Jobs vor allem im (semi-)professionellen Bereich nicht sicher sein. Als Präsidium und Aufsichtsrat des FK Pirmasens beschlossen, Chefcoach Patrick Fischer und Sportdirektor Steven Dooley freizustellen, lag das Team auf dem drittletzten Platz. Die Platzierung war allerdings nicht der Grund für die Trennung, denn Regionalliga-Abstiegskampf ist auf der Husterhöhe angesichts des relativ schmalen Budgets seit Jahren Normalität. Und der Rückstand zu den sicheren Rängen ist (noch?) nicht groß. Was die Vereinsführung allerdings überrascht und zur ersten Trainerentlassung beim FKP seit neun Jahren bewogen hat, waren die offenkundig erheblichen Differenzen zwischen Mannschaftsrat und Sportlicher Leitung.
Nun ist Handeln gefragt. Die Vereinsführung muss möglichst bald einen neuen Sportlichen Leiter finden und die Trainerfrage beantworten – vielleicht macht ja der vorläufig für drei Spiele beauftragte Martin Gries weiter. Die Mannschaft um Kapitän David Becker muss nun in Aalen und gegen Gießen zeigen, was in ihr steckt und vor allem punkten. Beim 1:1 im ersten Spiel unter Gries gegen Balingen stimmte vieles, nur der Torabschluss nicht.
