Handball
Den Eulen Ludwigshafen steht mal wieder ein packendes Saisonfinale bevor
Die Ausgangslage: Die Eulen belegen Tabellenplatz 17, der erste Abstiegsrang, und haben 24:28 Punkte. Minden hat als 16. drei Zähler mehr auf dem Konto, ebenso wie HBW Balingen-Weilstetten als 15. Die Balinger empfangen bereits am Mittwochabend (19 Uhr) den TSV Hannover-Burgdorf. Gewinnt das Team dieses Spiel, reicht den Eulen in Minden auch nicht ein Punkt, um weiter hoffen zu können.
Interessant dann auch der letzte Spieltag am Sonntag (15.30 Uhr): Die Eulen empfangen Frisch Auf Göppingen, das jüngst bei GWD Minden 23:24 unterlag. Minden wiederum muss bei der HSG Wetzlar antreten, dem künftigen Klub von Eulen-Trainer Ben Matschke. Und Balingen muss zur SG Flensburg-Handewitt, die dann womöglich um die letzte kleine Meisterschaftschance kämpft.
Matschkes Vorfreude
„Wir haben es irgendwie immer geschafft, eine Antwort zu finden, aufzustehen – und haben jetzt dieses Spiel in Minden vor der Nase, haben diese Endspiele. Das ist geil. Ich freue mich darauf, das zu coachen“, sagte Matschke am Sonntag nach der 20:29-Heimniederlage gegen Spitzenreiter THW Kiel.
Die Ludwigshafener haben in der Vergangenheit so manch’ dramatisches Saisonfinale erlebt, wissen, dass es sich lohnt, an jede kleine Chance zu glauben. „Ich spüre bei jedem, dass da eine große Lust da ist, in die letzte Woche zu gehen“, betonte der Trainer. Er ist stolz auf das, was seine Mannschaft in dieser Saison geleistet, wie sie sich entwickelt hat. „Das ist eine Kopfsache. Ich glaube, wir haben mehr zu gewinnen als Minden. Wir verspüren keinen Druck von außen. Den machen wir uns selbst. Wir genießen dieses Spiel“, betonte der 38-Jährige. Bereits am Mittwoch geht es nach Hannover, wo die Mannschaft übernachten wird. Das große Ziel: „Dass es am letzten Spieltag gegen Göppingen noch um was geht.“
Valiullin: „Es geht ums Überleben“
Rückraumspieler Azat Valiullin bezeichnet es so: „Diese Woche haben wir zwei wichtige Spiele, in denen wir punkten müssen. Da geht es ums Überleben.“ Spielmacher Dominik Mappes freut sich bereits auf die Partie in der Kreissporthalle in Lübbecke: „Alle freuen sich darauf, sind heiß. Wir haben uns die Chance erarbeitet, dass wir am Donnerstag solch ein Alles-oder-Nichts-Spiel haben.“ Das Gefühl ist trotz der Niederlage gut: „Wir haben gegen Kiel eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. Wenn du solche Chancen, wie wir sie hatten, gegen so einen Gegner nicht nutzt, dann hast du keine Chance. Wir nehmen dennoch viel Positives mit, sind als Team aufgetreten.“ Der 26-Jährige nimmt sich selbst in die Pflicht, weiß, dass viel auch von seiner Leistung abhängen wird: „Ich habe das Gefühl, dass ich funktionieren muss. Das traue ich mir auch zu, dass ich mein Potenzial abrufen kann.“