FCK
Corona, Corona, Corona
Freiburgs Trainer Christian Streich hat es einmal mehr auf den Punkt gebracht. Im Sinne der Pandemiebekämpfung mögen Geisterspiele sinnvoll sein; vor allem, um Menschenansammlungen vor den Stadien und im öffentlichen Nahverkehr zu minimieren. Aber wie sagte Streich der „Badischen Zeitung“: „Komische Geräuschkulisse, weil alles von diesem Beton widerhallt“. So war es auch am Samstag im Fritz-Walter-Stadion. Immerhin taten die 500 zugelassenen Besucher ihr Bestes, feuerten das Heimteam an. Die Tickets hatte der FCK aus organisatorischen und finanziellen Gründen nur an VIP-Bestandskunden vergeben. Für jene war die Nordtribüne geöffnet. Die übrigen Bereiche blieben geschlossen, um an Ordnungspersonal zu sparen. Verständlich. Aber die drei komplett leeren Tribünen sorgten für Geisteratmosphäre.
Vor dem Stadion setzten einige FCK-Fans mit Bengalos, Trommeln und Transparenten ein Zeichen, um ihr Team auf diese Weise zu unterstützen. Allerdings stürzte dabei ein Anhänger von einem Garagendach und musste ärztlich versorgt werden.
Auch das Tabellenbild ist verzerrt
Drei Drittliga-Spiele wurden an diesem Wochenende bisher abgesetzt – wegen Corona-Ausbrüchen bei beteiligten Teams. Mehrere Covid-19-Fälle in der Mannschaft vermeldet auch Viktoria Berlin, der nächste FCK-Gegner. Erst in der kommenden Woche wird Klarheit herrschen, ob das Spiel stattfinden kann. Ein verzerrtes Tabellenbild – auch das gehört zu einer weiteren von der Pandemie beeinträchtigten Saison. Doch das ist noch das Geringste in diesen für alle schwierigen Zeiten. Die Gesundheit steht im Vordergrund, die Klubs und ihre Ärzte müssen den Ehrgeiz von Spielern nach Corona-Infektionen bremsen. So wurde Alphonso Davies vom FC Bayern München mit Hinweisen auf eine Herzmuskelentzündung gleich aus dem Verkehr gezogen. Achtsamkeit ist das Allerwichtigste – und das in unserer gesamten Gesellschaft.
