Motorradsport
Brite Appleton sichert sich den goldenen Römer von Altrip
Für Lukas Fienhage lief es zunächst wieder wie am Schnürchen, beim Fronleichnamsrennen in Altrip. Mit zwei Laufsiegen kam der Norddeutsche, der inzwischen in Frankreich lebt, bestens ins Rennen und traf im dritten Durchgang auf den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Dave Meijerink aus den Niederlanden. Als die Kontrahenten aus dem Start schnellten, rollte Fienhage noch vor der Startkurve aus. „Ich habe leider vom ersten Gang in den Leerlauf geschaltet, weil mein Schaltzug gerissen ist“, erklärte Fienhage den Defekt. „Ich bin aber definitiv mit dem Rennen zufrieden, hatte gute Starts und eine gute Geschwindigkeit.“
Wie im vergangenen Jahr ging der Tagessieg bei den internationalen Solisten an Meijerink, der sich nach drei Laufsiegen sogar erlauben konnte, im letzten Durchgang nur einen dritten Platz einzufahren. „Ich musste vom gelben Startplatz los, der überhaupt nicht gut war und ich wusste auch, dass mir ein dritter Platz für den Gesamtsieg reichen würde. So bin ich dann gar kein Risiko eingegangen“, erzählte der Niederländer. „Die Bahn war wirklich in hervorragendem Zustand, und auch der Regen hatte keinerlei Auswirkungen auf die Strecke. Wir hatten keinen Staub und man muss dem Klub da einfach ein ganz großes Kompliment machen.“
Auftrag der Ehefrau erfüllt
Doch wie schon im Vorjahr musste der Niederländer im Sonderlauf um den „goldenen Römer von Altrip“ den Sieg einem Kontrahenten überlassen: dem Briten Andrew Appleton. „Von Lauf zu Lauf wurde meine Motorradabstimmung besser und ich habe dann vor dem Sonderlauf um den Römer noch zu meinem Mechaniker gesagt, ich hole mir das Ding“, so der Brite. Der hatte noch einen Sonderauftrag seiner Frau zu erledigen: „Meine Frau hatte mir jedoch auf den Weg mitgegeben, dass sie den Römer ganz gerne hätte, und ich kann ihn ihr jetzt mitbringen.“
Bei den Rennen der Seitenwagen bot sich im dritten Lauf des Tages ein ganz seltenes Bild: Der Seriensieger Markus Venus mit Beifahrer Markus Eibl wurde von Manuel Meier und Lena Siebert bezwungen, doch den Tagessieg ließen sich Venus/Eibl nicht nehmen. „Wir konnten Markus Venus den Maximumsieg versalzen und darüber sind wir schon sehr glücklich“, erzählte Manuel Meier, der sich mit Lena Siebert den zweiten Platz vor dem Gespann San Millan/ Zapf sicherte. „Im Finale hatte ich keinen guten Start und hätte Markus Venus im Finale schlagen müssen, aber da habe ich dann aufgesteckt“, sagte Meier.
Tresarrieu stürzt schwer
Bei den nationalen Klassen der Solisten setzte sich Louis Tebbe vor Tim Widera aus Insheim und Sebastian Adorjan durch. Die Seitenwagenklasse gewann Oliver Wehrle mit Beifahrer Noah Schirmaier vor David Kolb mit Beifahrer Pascal Hillmann und Udo Poppe mit Beifahrer Marin Weick aus Römerberg.
Überschattet wurde das Fronleichnam-Rennen vom schweren Unfall des Franzosen Mathias Tresarrieu. Er war im Ausgang der Zielkurve hart aufgeschlagen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Über seinen Zustand und die Schwere seiner Verletzungen gab es am Donnerstagabend noch keine weiteren Informationen.