Fussball Borussia Mönchengladbach im freien Fall

Der Siegtreffer: Daichi Kamada setzt sich gegen Matthias Ginter durch.
Der Siegtreffer: Daichi Kamada setzt sich gegen Matthias Ginter durch.

Der Sturzflug hält an: In der Fußball-Bundesliga unterlag Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend auch Eintracht Frankfurt. Was nach dem 2:3 (1:1) den Spott der Gästefans zur Folge hatte.

Eine Woche nach dem letzten Gruppenspiel ihrer Mannschaft in der Europa League waren die Frankfurter Fans in internationaler Stimmung. „Europas beste Mannschaft – SGE“, intonierte das Grüppchen der Anhänger. Und für die Gladbacher Gastgeber, die in der laufenden Runde international beschäftigungslos sind, hatten sie diese Botschaft übrig: „In Europa kennt euch keine Sau.“

Das sportliche Geschehen zwischen Lissabon und Moskau ist den Borussen momentan ohnehin weitgehend egal, stecken sie nach dem 2:3 gegen Frankfurt doch noch tiefer im Liga-Schlamassel fest. Und begleitet wurden sie bei der nächsten Heimpleite immer wieder von dem gemeinen Ratschlag aus dem Eintracht-Block: „Hütter raus!“

Frankfurts Fans zürnen Hütter

Der 51-jährige Adi Hütter erarbeitete sich den Groll der hessischen Fußball-Kundschaft mit seinem Wechsel in diesem Sommer aus der Bankenmetropole am Main zu den Gladbachern – die ein halbes Jahr später um den Klassenerhalt bangen müssen. „Die erste Halbzeit war ein Schritt in die richtige Richtung, die zweite war dann wieder unfassbar wild – mit Gegentoren, die so nicht fallen dürfen“, bemängelte Mittelfeldakteur Christoph Kramer, der mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf festhielt: „Wir müssen uns auf ungemütliche Zeiten einstellen.“

Die mentale Belastung, die Sportdirektor Max Eberl bei den Borussen-Profis wegen des sportlichen Sturzflugs ausgemacht hatte, bekämpften die Gastgeber zunächst auf die denkbar geschickteste Art – mit einem frühen Treffer durch Florian Neuhaus (6.). Ihre Führung hielt die „Fohlen“-Elf bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Rafael Borré nach einem Fehler von Denis Zakaria aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielte.

Drei Tore in fünf Minuten

Höchste Aufmerksamkeit war zu Beginn des zweiten Durchgangs gefragt, denn zwischen der 50. und 55. Minute fielen gleich drei Tore: Zunächst gelang dem Dänen Jesper Lindström nach einem Zuspiel von Innenverteidiger Evan Ndicka auf sehr schlichte Weise die erste Führung für die Gäste. Dann nutzte Borussias Abwehrexperte Ramy Bensebaini ein Foul von Danny da Costa an Kouadio Koné, um die Partie wieder pari zu stellen. Doch kaum hatte der Algerier Keeper Kevin Trapp vom Kreidepunkt aus in die falsche Ecke geschickt, lag der Ball auch auf der gegenüberliegenden Seite schon wieder im Netz. Diesmal hatte der starke Daichi Kamada zugeschlagen. Trapp hielt der Eintracht danach den Sieg fest.

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