Handball
Aufholjagd der Rhein-Neckar Löwen bleibt unbelohnt
Was für eine bittere Niederlage. Die Löwen schienen Mitte der zweiten Halbzeit schon abgeschlagen, als sie vier Tore hinten lagen. 18:22 stand es nach 47 Minuten. Aber mit viel Kampfgeist arbeiteten sich die Gäste wieder heran. Und sie hatten die Chance, das Spiel zu drehen. Beim Stand von 22:22 vergab Kreisläufer Kristjan Horzen jedoch frei, sein Ball landete an der Latte. Bjarki Elisson verwandelte einen Siebenmeter, 23:22, Frederik Simak traf zum 24:22.
Groetzki: Nur 24 Gegentore
Nach Juri Knorrs Anschlusstreffer scheiterte wieder ein junger Löwen-Spieler, diesmal war es Linksaußen Lion Zacharias. „Wir kriegen nur 24 Gegentore, wir sind stabiler, am Ende war es Spitz auf Knopf“, sagte Rechtsaußen Patrick Groetzki, der mit der letzten Zwei-Minuten-Strafe für Niklas Kirkelökke haderte. Das Spiel der Löwen war im Angriff zunächst zu fehlerhaft. Sie hatten zu viele Unzulänglichkeiten im Positionsangriff. Vor allem aus der Pause kamen sie ganz schlecht.
Der TBV Lemgo ging durch ein Tor von Bobby Schagen in der 40. Minute erstmals mit vier Toren in Front. Lemgo spielte es im Angriff sehr geduldig, sehr diszipliniert. „Ein Sieg gegen die Löwen ist ein guter Grund zu feiern“, kommentierte Gedeón Guardiola die tolle Stimmung in der Halle.
Drei Wochen Pause
Jetzt haben die Löwen erst einmal drei Wochen Pause, das Match gegen den TVB Stuttgart wurde ja Ende April schon gespielt. Die nächste Partie ist am 2. Juni bei Frisch Auf Göppingen.
Sehr schön: Zum letzten Heimspiel von Andy Schmid am 8. Juni gegen den THW Kiel kommt auch Nikolaj Jacobsen. Der dänische Weltmeister-Trainer führte die Löwen zu zwei Meistertiteln und dem DHB-Pokalsieg 2018. Jacobsen und Schmid standen im Zentrum der großen Erfolge zwischen 2014 und 2019.
So spielten sie
TBV Lemgo Lippe: Johannesson - Schagen (2), Suton (4), Carlsbogard (4) - Zerbe (3), Ellison (7/2) - Simak (2) - Gedeón Guardiola (2), Hutecek
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Birlehm - Kirkelökke (4), Lagergren (1), Schmid (5) - Groetzki (2), Helander (2) - Kohlbacher (7) - Abutovic, Gislason, Knorr (1), Horzen (1)
Spielfilm: 5:2 (9.), 5:5 (11.), 8:8 (18.), 11:10 (24.), 14:13 (Halbzeit),17:14 (36.), 19:17 (43.), 22:19 (48.), 22:21 (53.), 22:21 (55.) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 3/2 - Beste Spieler: Carlsbogard, Ellison, Zerbe - Kohlbacher, Knorr - Zuschauer: 2653 - Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach)