TENNIS
Auch wegen Corona-Impfung: Landau legt gegen Speyer vor
Sebastian Heim, der schon sein Einzel gegen Gabriel Petit, das Topspiel des Tages, „geschenkt“ hatte, verzichtete auch auf den Einsatz im Doppel. Somit lag Landau uneinholbar vorn. Heim ging auf Nummer sicher zwölf Tage nach seiner zweiten Corona-Schutzimpfung: „Ich habe den Arzt gefragt. Zwei Wochen Pause wären doch schon gut“, habe der im empfohlen. Der 26-jährige Unternehmensberater hatte nachgefragt, nachdem es ihm bei Belastung schwindelig geworden war. Weil andere Speyerer Spieler in anderen Mannschaften verplant gewesen seien, sei abgemacht gewesen, dass er sich zur Verfügung stelle, aber nicht spiele: „Das war logistisch am Unkompliziertesten.“
„Reservemann“ auch im Landauer Team
Die Ordnung im Speyerer Team blieb erhalten. Die Gastgeber machten es ganz ähnlich. Andreas Frank trat an, obwohl er sich bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften verletzt hatte. Beim Spielstand 1:4 gegen Daniel Steigleiter gab er auf. „Man merkt schon, dass die Spielpraxis fehlt“, sagte Steigleiter nach seinem Kurzeinsatz. Der 28-jährige Kaufmann im Familienbetrieb mit Heizöl, Gas, Strom wollte nicht lamentieren: „Wir sind ja eine der glücklichen Sportarten, die seit März wieder trainieren dürfen.“ Der Arbeit wegen ist er freilich kaum dazu gekommen.
Seinem Teamkollegen Leon Harder steht die Welt offen. Der 17-Jährige hatte am Donnerstag die letzte Abi-Prüfung in Hamburg, er will in die USA an ein College. Nach der Kinder- und Schülerzeit in Speyer war die Familie zwei Jahre in den Staaten gewesen, der Vater arbeitet in der Luftfahrt. 2016 ging’s nach Hamburg. Er hätte in Blankenese spielen können, habe sich aber für seinen Kinderverein entschieden, nachdem er in Speyer ein Turnier gespielt und mit Vereinstrainer Roger Langknecht in Kontakt geblieben sei, erzählte Harder.
Eine wacklige Phase
Im Match habe er viele unnötige Fehler gemacht. Jeder müsse erst mal reinfinden. „Ich hoffe auf ein besseres Match nächste Woche“, sagte der Teenager nach seiner Niederlage gegen den Landauer Elias Peter aus Alzey-Weinheim. Der ebenfalls 17-Jährige, der am Bundesstützpunkt Hannover bei Friedrich Klasen trainiert, war mit sich im Reinen: „Ich habe gut serviert, bin bei mir geblieben, der Aufschlag war auch ziemlich gut.“ Eine wacklige Phase habe er gehabt, bei 4:2 und Einstand im zweiten Satz. Peter gewann auch das umkämpfte siebte Spiel und brachte anschließend sein Service zu null durch. Landau hat im Kampf um den Klassenverbleib vorgelegt.
So spielten sie
SW Landau - WR Speyer 6:3
Gabriel Petit - Sebastian Heim verzichtet
Marlon Vankan - Robert Rumler 6:2, 6:2
Elias Peter - Leon Harder 6:4, 6:2
Andreas Frank - Daniel Steigleiter 1:4 Aufgabe Frank
Can Ayral - Levy Müller 6:1, 6:4
Johannes Kuhn - Maximilian Sanladerer 4:6, 3:6
Petit/Vankan - Rumler/Steigleiter 6:2, 6:3
Peter/Bohlender - Heim/Sanladerer Speyer verzichtet
Ayral/Kuhn - Harder/Müller 2:6, 6:2, 13:15