1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Auftakt in die Vorbereitung: Anschwitzen für die Saunawochen

Die Plackerei hat begonnen: Marlon Ritter, Anas Bakhat, Kevin Kraus, René Klingenburg und Mike Wunderlich (von rechts) beim Trai
Die Plackerei hat begonnen: Marlon Ritter, Anas Bakhat, Kevin Kraus, René Klingenburg und Mike Wunderlich (von rechts) beim Training im Fritz-Walter-Stadion.

Der 1. FC Kaiserslautern ist vor etwas mehr als 1000 Hitze-Resistenten in die Vorbereitung gestartet. Jean Zimmer muss erkrankt passen. Auch Hikmet Ciftci fehlt. Bleibt er, oder bleibt er nicht? „Es liegt alles auf dem Tisch“, sagt Geschäftsführer Thomas Hengen. Die Generalprobe findet wohl nicht auf dem Betzenberg statt.

Warm war’s. Sehr warm. Wohl doch zu warm, um eine größere Zuschauerzahl ins Fritz-Walter-Stadion zu locken. Etwas mehr als 1000 Zaungäste spendeten von der Westtribüne aus einen freundlichen Applaus, als Cheftrainer Dirk Schuster seine Schützlinge gegen 15.30 Uhr zur ersten Übungseinheit auf den Rasen bat. 21 Feldspieler und vier Torhüter absolvierten die 90-minütige Einheit, darunter die Zugänge Andreas Luthe, Julian Krahl, Ben Zolinski und Lars Bünning. Jean Zimmer verpasste die ersten Saisonaktivitäten der Roten Teufel. Ein grippaler Infekt setzte den 28-jährigen Kapitän schachmatt.

Auch Hikmet Ciftci fehlte. Der 24-Jährige Mittelfeldspieler konnte sich bis dato mit dem FCK nicht über eine Weiterbeschäftigung einigen. „Die Positionen sind ausgetauscht, es liegt alles auf dem Tisch“, sagte Geschäftsführer Thomas Hengen und kündigte eine „zeitnahe Entscheidung“ an.

Lucas Röser hingegen spazierte mit auf den Rasen. Sein Vertrag läuft zwar aus. Bis zum 30. Juni aber darf der Stürmer sich beim FCK fithalten. Elias Huth ist freigestellt, er darf sich bei einem anderen Verein umsehen. Angebote sollen vorliegen.

Pokalpartie terminiert

Während Profis und Anhängerschaft des FCK aufgeregt der Veröffentlichung des Zweitliga-Spielplans am Freitag entgegenblicken, ist eine Partie seit Mittwoch genau terminiert: Den SC Freiburg empfangen die Roten Teufel in der ersten Runde des DFB-Pokals am 31. Juli, einem Sonntag. Der Anpfiff wird um 15.30 Uhr ertönen. In der zurückliegenden Saison hatte der FCK montags Borussia Mönchengladbach empfangen. Die Partie war live in der ARD übertragen worden. Das Duell mit dem Finalisten des vergangenen Endspiels wird live nur bei Sky zu sehen sein. Oder eben im Stadion. Der Vorverkauf hat noch nicht begonnen.

Die Zahl der Abschiedsgrußnoten nimmt während alledem zu. Mittlerweile haben sich auch Anil Gözütok und Marvin Senger via Instagram an die Fans gewandt. Gözütok, der kein neues Vertragsangebot erhalten hat, schrieb von einer „unvergesslichen Zeit“, die er nach acht Jahren beschließen müsse. Der FCK sei nun endlich wieder da, wo er hingehöre. Senger, der nach beendeter Leihe zum FC St. Pauli zurückkehrt, dankte für „eineinhalb tolle und ereignisreiche Jahre“ und die Unterstützung der Fans.

Generalprobe in Pirmasens?

Nicht auf dem Betzenberg, sondern auf der Husterhöhe steigt vermutlich die Generalprobe des 1. FC Kaiserslautern vor dem Zweitliga-Saisonstart. Nach RHEINPFALZ-Informationen ist geplant, dass die Roten Teufel am Samstag, 9. Juli, im 10.000 Zuschauer fassenden Framas-Stadion in Pirmasens gegen einen Erstligisten aus dem Ausland testen. Während der Länderspielpause im September sollen die FCK-Profis ebenfalls im Sportpark Husterhöhe gegen das Oberligateam des FK Pirmasens spielen. Im vergangenen Sommer hatte der FCK kurzfristig eine Freundschaftspartie beim FKP abgesagt und angekündigt, diese 2022 nachzuholen.

Nahrung für die Vorfreude

Cheftrainer Dirk Schuster war nach der Einheit am Donnerstagnachmittag zufrieden mit dem Auftakt. „Es war eine kurze Pause, aber sie war auch ausreichend. Der Mannschaft war die Freude anzusehen, sie wollte wieder an die Kugel“, sagte Schuster. Auch mit Blick auf den Laktattest am Morgen erhob Schuster keine Klage. Die wissenschaftliche Auswertung wird für das Wochenende erwartet.

Die Relegationsatmosphäre in Kaiserslautern wirkt bei Schuster nach, und sie nährt die Vorfreude auf den Rundenstart: „Es war sensationell. Und ich denke, im ersten Heimspiel wird es ähnlich sein, vielleicht sogar ein bisschen besser.“

Das Ziel für die kommende Spielzeit sei klar dokumentiert. Um nichts anderes als den Ligaverbleib könne es gehen. „Wir wissen, dass es eine brutale Saison werden wird“, sagte Schuster, „es wird eine extrem starke Zweite Liga, dementsprechend gehen wir mit Bodenständigkeit und Demut an die Sache heran. Aber wir können auch mit dem Vertrauen in die eigene Stärken in diese Runde gehen.“

Start mit attraktivem Heimspiel?

Bis zum Rundenstart vergehen noch vier Wochen. An diesem Freitag verkündet die Deutsche Fußball-Liga den Spielplan. Die Nachtigallen trapsen ein Heimspiel, die Eröffnungspartie vielleicht sogar, mit einem attraktiven und gleichfalls mit Tradition gesegneten Widersacher. „Wenn meine Informationen stimmen, dann könnte es ein Traditionsduell werden, und das wäre natürlich eine geile Geschichte. Das wird die Mannschaft beflügeln – und dann werden wir auch wieder einen großen Kampf liefern“, sagt Schuster. Wie auch immer der Gegner tatsächlich heißen mag.

Der Chef und die Neuen: Andreas Luthe, Lars Bünning, Dirk Schuster, Ben Zolinski und Julian Krahl (von links).
Der Chef und die Neuen: Andreas Luthe, Lars Bünning, Dirk Schuster, Ben Zolinski und Julian Krahl (von links).
Den Ball hat er schon mal sicher: Andreas Luthe.
Den Ball hat er schon mal sicher: Andreas Luthe.

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