Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Am Ende nur noch Vollgas: Leon Eduard Brescher gewinnt in Rülzheim

Leon Eduard Brescher überquert als Erster die Ziellinie in Rülzheim.
Leon Eduard Brescher überquert als Erster die Ziellinie in Rülzheim.

Leon Eduard Brescher von Team Lotto Kern-Haus fuhr beim Großen Preis der Brauerei Bellheimer allen davon und gewann souverän. Eine Rennneutralisierung warf die Dynamik des Rennens etwas durcheinander.

Jonas Tenbruck von den Racing Students hatte sich am Samstag beim Nachtrennen in Rülzheim noch Andreas Mayr vom RSC Kempten im Schlusssprint geschlagen geben müssen. Am Sonntag wollten er und sein Bruder Florian Tenbruck den Kemptener beim Rennen der CT-Fahrer und Elite-Amateure aber von Anfang in die Schranken weisen. Florian Tenbruck entschied die ersten drei Wertungssprints des 66 Kilometer langen Kriteriums souverän für sich. Doch ein Sturz sollte das Renngefüge durcheinanderwirbeln.

Nach 15 Runden wurden zwei Sanitätswagen auf die Strecke geschickt, das Rennen für zwei Runden neutralisiert. Die Fahrer ordneten sich beim Neustart neu im Feld ein. Mayr ließ Florian Tenbruck erstmal nicht aus den Augen. Ohne eine wirkliche Attacke entstand dann plötzlich ein Loch. Neun Fahrer konnten sich dadurch absetzen. Mit dabei: Jonas Tenbruck, der die zwei nächsten Wertungssprints gewann.

Nur zwei kommen weg

Bis dato gab es immer noch keinen wirklich erfolgreichen Ausreißversuch. Tim Schlichenmaier versuchte es zweimal, kam aber nicht weg. Und dann setzte es auf einmal eine Attacke von einem, den die großen Teams vielleicht nicht auf der Rechnung hatten. Brescher, als einziger vom Team Lotto Kern-Haus angetreten, konnte entfliehen. Nur Wilhelm Buchmüller (RSV Stuttgart Vaihingen) konnte ihm eine Zeitlang folgen.

Dahinter versuchte es Schlichenmaier dann erneut, diesmal erfolgreich. Er konnte sich absetzen und fuhr nun allein zwischen den beiden Führenden und der Verfolgergruppe. „Ich wusste, dass viele Jungs in der Gruppe schneller sind als ich. Ich hatte also nur die Chance, drüber zu fahren, bin all in gegangen, und es hat geklappt“, sagt er.

Schlichenmaier kassiert noch Buchmüller

Vorne holte sich Brescher die Sprintwertungen vor Buchmüller und übernahm die Gesamtführung. Als er von Schlichenmaiers Aufholjagd hörte, legte er nochmal einen Gang zu und fuhr fortan alleine vorneweg. So sicherte er sich auch die Punkte der restlichen Wertungen und gewann mit 47 Punkten. „Als ich weg war, hatte ich im Kopf: nur noch Vollgas. Dass ich hier alleine gewinne, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Brescher. Schlichenmaier kassierte dahinter Buchmüller ein, sammelte 15 Punkte, was für Platz zwei reichte. Florian Tenbruck wurde punktgleich Dritter.

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