Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Alemannia Waldalgesheim will das Pokal-Finale gegen den FCK „genießen und Spaß haben“

Ein letztes Mal im grünen Trikot: Innenverteidiger Marcel Fennel – hier in einem Spiel beim SV Steinwenden – wird der Alemannia
Ein letztes Mal im grünen Trikot: Innenverteidiger Marcel Fennel – hier in einem Spiel beim SV Steinwenden – wird der Alemannia Waldalgesheim als Co-Trainer aber weiter erhalten bleiben.

Was für eine Saison für die Fußballer des SV Alemannia Waldalgesheim! Erst der Aufstieg in die Fußball-Oberliga Südwest, dann die Teilnahme am „Finaltag der Amateure“ gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Zumindest kleine, aber helle Lichtblicke in finsteren Corona-Zeiten.

Wer hat als Amateur schon einmal die Möglichkeit, sich mit Profis zu messen? Noch dazu gegen den Ex-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, wenn er auch aktuell in der Dritten Liga spielt. Für die Mannschaft vom Rande des Binger Waldes dennoch eine ganz hohe Hausnummer – auch wenn der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Die Grün-Weißen um Trainer Aydin Ay treffen im Finale des Südwest-Pokals am Samstag um 16.45 Uhr im Pirmasenser Stadion Husterhöhe auf die Roten Teufel von Coach Boris Schommers.

Partie so lange wie möglich offen halten

„Wir haben es geahnt, dass es Kaiserslautern sein wird“, sagt Ay, ohne den dem FCK im zweiten Halbfinale nur knapp unterlegenen Landesligisten SV Morlautern zu nahe treten zu wollen. Morlautern schätze er sehr, seit langem gebe es zwischen beiden Vereinen gute Beziehungen, betont der Alemannen-Coach. „Wir sind der absolut krasse Außenseiter“, räumt sein Sportlicher Leiter Tim Thron ein. Und Aydin Ay ahnt: „Auch wenn Kaiserslautern nur 90 oder 95 Prozent Leistung abruft, haben wir kaum eine Chance.“ Wichtig sei, dass die Jungs Spaß haben – die Moral und Vorfreude auf das Match seien im Übermaß vorhanden. Und er verspricht: Seine Mannschaft werde alles daransetzen, die Partie als „kleiner Dorfklub“ gegen die „absolute Profitruppe“ so lange wie möglich offen zu halten, betont der 37-Jährige. „Die Jungs sind heiß“, schiebt er nach, und Überraschungen, weiß auch er, seien eben nie ausgeschlossen.

Spielort Pirmasens kein Nachteil

Dass das Spiel in Pirmasens steigt, weitab von der Heimat, sieht der 37-Jährige vor dem Hintergrund der coronabedingt nur begrenzt zugelassenen Zuschauerzahl nicht unbedingt als Nachteil: „Für die Jungs ist das Stadion eine coole Sache und für beide Mannschaften ist es ein neutraler Platz.“ Aber auch für die 75 zugelassenen Alemannen-Anhänger, die mit einem Extra-Bus anreisen werden. „Alle sollen es genießen und jede Menge Spaß haben“, unterstreicht auch Tim Thron noch einmal. Den wird auch der langjährige Innenverteidiger Marcel Fennel haben. Ein letztes Mal tritt der 35-Jährige zum Karriereende gegen den Ball, um dann als Co-Trainer der Alemannia weiter zur Verfügung zu stehen.

Träumen ist erlaubt

„Viele helfende Hände waren im Einsatz, um dieses Event zu stemmen“, bedankt sich Thron im Vorfeld ausdrücklich bei seinen Vereinsmitgliedern und weiteren Anhängern. Ein Mutmacher: Die Grün-Weißen aus dem hohen Norden mit ihren vielen Neuzugängen sind topfit – und haben bislang alle Vorbereitungsspiele gewonnen. Träumen ist bekanntlich erlaubt – vom Einzug in den DFB-Pokal und einem Erstrundenspiel gegen Zweitligist Jahn Regensburg zwischen dem 11. und 14. September.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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