Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim setzen nun auf ihre Fans

Nach der Niederlage in München bedient: Adler-Stürmer John Gilmour.
Nach der Niederlage in München bedient: Adler-Stürmer John Gilmour.

Wie zuvor im Viertelfinale: Die Adler Mannheim verlieren auch im Halbfinale das vierte Play-off-Spiel deutlich, haben aber weiter alles in der eigenen Hand.

Das Spiel war gerade vorbei, da stand Marc Michaelis, Kapitän der Adler Mannheim, schon am TV-Mikrofon und brachte den vermasselten Abend seines Teams auf den Punkt: „Mund abwischen und weiter geht’s.“

Viel mehr gab es nach dieser 1:5-Niederlage der Adler beim EHC Red Bull München kaum zu sagen. Schließlich fehlt den Adlern mit der nun 3:1-Serienführung weiter nur ein Sieg zum Einzug ins Finale der Deutschen Eishockey-Liga. Und in den Play-offs spielt es auch keine Rolle, wie hoch eine Partie verloren wird.

Irgendwann zu passiv

Aber natürlich lohnt es sich genauer hinzusehen, warum es für die Adler im vierten Halbfinalspiel die erste Niederlage gab.

Schließlich hatten die Mannheimer ein starkes Auftaktdrittel gezeigt, waren das bessere Team, wie auch die Schussbilanz von 14:6 zu ihren Gunsten zeigte. Zudem hatten sie Pech, dass ihnen die Schiedsrichter trotz langen Videobeweises ein sehr wahrscheinlich reguläres Tor zur 2:1-Führung wegpfiffen. Aber ab Beginn des Mittelabschnitts wurden die Adler passiv, liefen nicht mehr so gut Schlittschuh. Die Folgen sah auch Michaelis: „Wir hatten dann zu große Abstände zwischen unseren Stürmern und Verteidigern.“

Dass es nicht der Tag des Finaleinzugs werden würde, zeigte auch das Münchner 2:1. Hatte Coach Dallas Eakins am Sonntag noch explizit das Unterzahlspiel seines Teams in der Serie gelobt, nutzten die Bayern die erste Überzahl direkt zum Treffer. Und auch der bisher so überragende Maximilian Franzreb hielt halt mal nicht alles, was auf seinen Kasten kam.

Lerneffekte sollten da sein

Eakins ordnete die Sache nüchtern ein: „Es ist in dieser engen Serie bisher viel in unsere Richtung gelaufen. Das war heute nicht der Fall. “ Aber auch er richtete den Blick schon nach vorne: „Wir nehmen das Gute und das Schlechte von heute mit und lernen daraus für Freitag.“

Denn dann haben die Adler wieder Matchpuck und können mit einem Sieg den Finaleinzug klarmachen. Michaelis sagte mit Blick auf die bisher immer grandiose Stimmung bei den Heimspielen ausdrückte: „Zu Hause, da feuern wir alles raus.“

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