Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Abt kann sich Zukunft bei Eulen Ludwigshafen vorstellen

Kommt an: Michel Abt.
Kommt an: Michel Abt.

Der Klassenerhalt ist seit einer Woche eingetütet. Trotzdem gilt es, nochmals die Konzentration für 60 Minuten hochzuhalten, wenn die Eulen Ludwigshafen am Samstag beim Absteiger TV Emsdetten (18 Uhr, Emshalle Emsdetten) antreten.

Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit Ex-Eule Fredric Stüber, dessen Verein nach 36 Jahren Bundesliga-Handball den Gang in die Drittklassigkeit antreten muss. Diesen Schritt konnten die Eulen mit dem Sieg gegen den HC Empor Rostock verhindern. Sie wollen jetzt auf Erfolgskurs bleiben. „Die Mannschaft ist heiß auf dieses Spiel, wir gehen mit der gleichen Vorbereitung und Einstellung auch in das letzte Spiel der Saison“, sagte Trainer Michel Abt.

Positives Erlebnis am Ende das Ziel

Das hat auch Gründe: Nach Wochen der Talfahrt und dem Zittern um den Ligaverbleib geht es darum, dass die Mannschaft mit einem positiven Erlebnis aus der Spielzeit geht. Deswegen hat Abt nach einer Pause von vier Tagen die Spieler auch am Mittwochnachmittag um sich versammelt, um sich intensiv auf den kommenden Gegner einzustellen. „Ich möchte, dass wir nach dem Sieg gegen Rostock nicht lockerlassen, wieder den nötigen Druck aufbauen, um das Spiel für uns zu entscheiden“, betonte Abt.

Es wird aus seiner Sicht keine einfache Partie werden. „Bei Emsdetten stehen einige Verabschiedungen bevor, da will sich die Mannschaft nochmals von der besten Seite zeigen und sich mit einem Sieg aus der Zweiten Liga verabschieden“.

Neues Leben eingehaucht

Abt, der akribische Arbeiter, überlässt zum Abschluss seiner „Vier-Spiele-Mission“ nichts dem Zufall. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der 31 Jahre alte Pädagoge, der in den letzten Tagen mit seiner Art der Kommunikation und seinem fachlichen Know-how der Mannschaft neues Leben eingehaucht hat, auch ab Mitte Juli, wenn die Vorbereitung für die Saison 2022/23 eingeläutet wird, das Sagen hat.

Abt macht kein Geheimnis daraus, dass er sich diese Aufgabe vorstellen kann. Denn er ist bereits ein Stück in die Saisonanalyse der Eulen eingetaucht. „Das muss man aufarbeiten und analysieren, was nicht gut gelaufen ist“, meinte der Ex-Rhein-Neckar-Löwe. Ein wesentlicher Aspekt sieht er in der Tatsache, dass mit Ben Matschke eine absolute Führungspersönlichkeit, der mehr als nur ein Trainer war, weggebrochen ist, bei dem die Spieler wussten, wo sie stehen. Dass Abt Antworten auf seine Fragen sucht, lassen die Hoffnungen zu, dass er auch ab Mitte Juli bei den Eulen Ludwigshafen Trainer ist.

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