FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Abstiegskampf pur – Nervenprobe für die Roten Teufel

Mit sechs Treffern bei Weitem bester FCK-Torschütze nach 16 Spieltagen: Angreifer Marvin Pourié.
Mit sechs Treffern bei Weitem bester FCK-Torschütze nach 16 Spieltagen: Angreifer Marvin Pourié.

Der 1. FC Kaiserslautern, Drittletzter der Dritten Fußball-Liga, will an diesem Samstag beim KFC Uerdingen die Wende einleiten. Die Spieler und vor allem Sportdirektor Boris Notzon stehen in der Kritik der Öffentlichkeit. Eine dritte Niederlage in Folge – und auch der Stuhl von Trainer Jeff Saibene würde gehörig wackeln.

Es ist kein Endspiel. Aber es ist ein sehr wichtiges Spiel für den mal wieder heftig kriselnden Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern an diesem Samstag (14 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de; Magenta Sport) in Düsseldorf beim KFC Uerdingen. So hat es FCK-Trainer Jeff Saibene angesichts von Tabellenplatz 18 und Abstiegskampf pur formuliert.

Die Kernfrage: Schafft es der authentisch und sehr ehrlich wirkende 52-Jährige, die Spieler dazuzubringen, in äußerst heikler Lage den nötigen Mut zu forschem Auftreten und gleichzeitig die dringend gebotene Wachsamkeit an den Tag zu legen? Das sind Tugenden, die sie beispielsweise bei ihrem 2:1-Sieg in Zwickau über weite Strecken gezeigt haben.

Die Tore haben zuletzt die anderen erzielt

Auch bei der 0:2-Niederlage am vorigen Freitag bei der SpVgg Unterhaching spielten die Roten Teufel in der ersten Viertelstunde sehr beherzt, demonstrierten ein vorher in dieser Dynamik kaum gezeigtes frühes Anlaufen, ordentliches Pressing. Allerdings fehlte beim Torabschluss erneut die Effizienz. Und mit dem ersten guten Hachinger Angriff in der 17. Minute war von dem anfänglichen Forechecking der Lauterer nichts mehr übrig. Die Tore erzielte die SpVgg Unterhaching.

Am Dienstag dann hatte der FCK beim 0:3 gegen Aufstiegsanwärter 1860 München nichts zu bestellen. Unmittelbar vor der Halbzeitpause quittierte Innenverteidiger Janik Bachmann die vertretbare Rote Karte und fehlt an diesem Samstag und zum Wiederauftakt in genau drei Wochen gegen Viktoria Köln. So wird Kevin Kraus, gegen 1860 wegen seiner schwachen Vorstellung in Haching auf der Bank, in die Startelf der Lauterer zurückkehren.

Eklatante Schwächen sind geblieben

Zwei Niederlagen in Folge stehen für den FCK zu Buche – wie zum Saisonstart, damals wurde Trainer Boris Schommers von Saibene abgelöst. Die große Anfälligkeit für Gegentreffer nach ruhenden Bällen und die fehlende Effizienz vor dem Tor blieben.

Vor den jüngsten drei Spielen, den Niederlagen gegen 1860, in Haching und dem 2:2 gegen Duisburg, zeigte sich die FCK-Defensive einigermaßen stabil. Dahin gelte es wieder zu kommen, betonte Saibene. „Wenn wir die Stabilität reinkriegen, die wir schon gezeigt haben, bin ich überzeugt, dass wir wieder Spiele gewinnen werden.“

Günstigstenfalls für den FCK schon beim KFC Uerdingen. Der hat mit nur 14 ebensowenige Tore erzielt wie die Lauterer, aber nur 15 Gegentreffer zugelassen, der FCK 22 (15 Punkte). Der jüngst zweimal in Folge siegreiche KFC hat mit den 14 Toren 22 Punkte erwirtschaftet – das nennt man Effizienz. KFC-Rechtsverteidiger ist Gino Fechner, der unter Schommers beim FCK keine Chance mehr hatte.

Mannschaft in der Bringschuld

Wie man es dreht und wendet: Die letzte Partie vor der kurzen Weihnachtspause samt großer Analyse der Gesamtsituation ist ein eminent wichtiges Spiel – für das FCK-Team, das in der Bringschuld steht, für Saibene, für Sportdirektor Boris Notzon sowie für alle anderen im Klub.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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